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Neujahrsschwimmen in Dresden wegen zu hohem Elbpegel abgesagt

Neujahrsschwimmen in Dresden wegen zu hohem Elbpegel abgesagt

Mit dem traditionellen Neujahrsschwimmen in der Elbe wollte die Deutsche Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) an diesem Sonntag ihre Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag starten.

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Das Neujahrsschwimmen hat Tradition in Dresden - hier zwei Teilnehmer aus dem vergangenen Jahr.

Quelle: Dominik Brüggemann

Passend zum Anlass hatte die DLRG auf mindestens 100 mutige Bader gehofft. Nun musste das traditionelle Eisbaden abgesagt werden.

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Sichtlich glücklich gelangten diese beiden Teilnehmer an das Ufer.

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Grund für die Absage ist ein zu hoher Elbpegel. "Damit ist auch die Strömung zu stark. Das wäre zu gefährlich für die Teilnehmer", erklärte DLRG-Sprecherin Maria Claus. Nach einer Rücksprache mit der Wasserschutzpolizei habe man sich deshalb für eine Absage der Veranstaltung entschieden. Ausweichtermin wird vermutlich der 20. Januar sein.

Die DLRG verbucht allein in Dresden 500 Mitglieder, darunter 350 Kinder- und Jugendliche. Die Organisation bildet Rettungsschwimmer aus, bietet Schwimmkurse für Kinder und Jugendliche an, überwacht die Küsten an Nord- und Ostsee oder die Strände von sächsischen Badeseen. Zudem sichern die Helfer Stadtfeste, Ruderregatten oder Dampferparaden. „Und springen im Ernstfall ein“, erklärte Claus. Vor allem auf der Elbe kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen: Mehr als ein Dutzend Menschen musste die DLRG allein 2012 in Sachsen retten. „Die Sogwirkung von großen Schiffen ist eine große Gefahr, vor allem für Kinder.“

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103 Wagemutige beteiligten an dem Rennen.

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Neben Elbe sind die Wasserretter auch an Sachsens Badeseen wie dem Berzdorfer See bei Görlitz oder rund um Leipzig im Einsatz. Auch wenn Gemeinden die Seen in der Badesaison eigentlich absichern müssten, fehlt dafür vielerorts das Geld. „Deshalb arbeiten viele Retter ehrenamtlich“, erklärte Madlen Güldner vom DLRG-Landesverband. Mittlerweile seien zahlreiche Gewässer unbewacht. In Sachsens Gewässern sind 2011 insgesamt 23 Menschen ertrunken, Zahlen von 2012 liegen noch nicht vor.

Die rund 3000 Mitglieder des sächsischen Landesverbandes feiern am 8. Juni im Leipziger Belantispark das 100-jährige Bestehen der Rettungsorganisation, bundesweit ist ein Festakt für den 10. Oktober auf der Spree in Berlin geplant.

cg

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