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Neuer Teilnehmerrekord beim Dresdner Elbeschwimmen – ältester Schwimmer war 86

Neuer Teilnehmerrekord beim Dresdner Elbeschwimmen – ältester Schwimmer war 86

Auch in diesem Jahr gehörte das Elbeschwimmen zum Programm des Johannstädter Elbefestes. Obwohl die Temperaturen nicht gerade schweißtreibend waren, kamen am Sonntag etwa 912 Dresdner vorbei und schwammen vom Blauen Wunder bis zum Johannstädter Fährgarten.

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In Höhe des Johannstädter Fährgartens gingen die Schwimmer wieder an Land.

Quelle: Stephan Hönigschmid

Im Vorjahr nahmen 839 Dresdner am Elbeschwimmen teil.

„Mit der heutigen Teilnehmerzahl haben wir einen neuen Rekord erreicht“, freute sich Dietrich Ewers, der die Veranstaltung 1998 aus der Taufe gehoben hat. „Ich war damals Ortsamtsleiter von Dresden-Altstadt. In dieser Zeit sagte Oberbürgermeister Wagner einmal in einer Sitzung, dass es doch schön wäre, wieder einmal in der Elbe zu baden und zu schwimmen. Diesen Gedanken habe ich aufgegriffen und das erste Elbeschwimmen organisiert“, sagt Ewers. 70 Leute seien damals vorbeigekommen und ursprünglich sei keine Fortsetzung geplant gewesen, erinnert sich der 74-Jährige. „Mich haben dann aber bereits im Januar des darauffolgenden Jahres Leute angerufen und gefragt, wann es wieder ein Elbeschwimmen gibt. Da habe ich mich entschlossen, es jedes Jahr auf die Beine zu stellen“, so Ewers.

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Toni Schmidt kam unverhofft zum Badevergnügen in der Elbe. Sein Onkel hatte sich zum Geburtstag gewünscht, dass er ihn zum Elbeschwimmen begleitet. Er dachte zunächst, es sei ein Scherz.

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Zum 9. Mal war in diesem Jahr der 50-jährige Jörg Schröter dabei. Und erneut hat es ihm sehr gut gefallen. „Mit 23 Grad Celsius war das Wasser sogar wärmer als im Vorjahr. Abgesehen davon ist es ein schönes Gefühl, gemeinsam mit vielen anderen Menschen an den Elbeschlössern vorbeizuschwimmen.“ Ähnlich sah das sein Sohn Marco. „Das ist schon etwas anderes, als langweilig im Freibad seine Bahnen zu drehen. Ich würde es jederzeit wieder machen“, betonte der 24-Jährige.

Ihr Debüt als Elbeschwimmerin feierte die 69 Jahre alte Karin Steinike. „Auf Anraten meines Sohnes habe ich es einmal ausprobiert. Das Wasser könnte zwar ein wenig wärmer sein, ansonsten habe ich es aber genossen.“ Um sich darauf vorzubereiten, sei sie bereits im Urlaub in Bayern in der Isar geschwommen, so Steinike.

Vollkommen unverhofft kam hingegen Toni Schmidt aus Königshain in den Badegenuss. „Mein Onkel hat sich das am Sonnabend von mir zum Geburtstag gewünscht. Bis heute morgen dachte ich, dass das nur Spaß war“, erzählt der 32-Jährige. Sein Onkel habe das schon lange einmal machen wollen, aber niemanden gehabt, der ihn begleitet. „Am Anfang hatte ich zwar Bedenken, vormittags mit so vielen Menschen ins kalte Wasser zu gehen, aber es war gar nicht schlecht und vielleicht werde ich es wieder einmal tun, wenn ich in der Gegend bin“, sagt Schmidt.

Freude an der guten Organisation der Schwimmveranstaltung hatte die 68-jährige Irene Brandtner. „Ich nehme zum sechsten Mal teil und finde es schön, wie uns die Wasserwacht immer aufmerksam begleitet und die Ausflugsdampfer Rücksicht nehmen.“ Zudem schwimme sie jedes Mals aufs Neue gern unter der Waldschlößchenbrücke hindurch. Zum dritten Mal habe sie in diesem Jahr bereits das Vergnügen gehabt, so Brandtner. Auch vor möglicher Überanstrengung hat die Dresdnerin keine Angst. „Wenn man nicht mehr kann, braucht man ja nur an den Rand zu gehen, wo es flach ist“, weiß die 68-Jährige.

Wohlbehalten kamen die Teilnehmer, von denen der älteste 86 war, zwischen halb und um elf Uhr vormittags ins Ziel. Im Fährgarten konnten sie sich aufwärmen, ein Bier trinken und anschließend zahlreichen Bands wie zum Beispiel dem Dias Karimov Duo oder The Ballroomshakers lauschen. Neben Latin Jazz-, Swing- oder Rock and Roll-Musik gab es auch Attraktionen für die kleinen Besucher wie zum Beispiel eine Schnitzeljagd, Kinderschminken oder eine Wahrsagerin.

Stephan Hönigschmid

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