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Neuer Dresdner Club "Bonnies Ranch": Feiern in der Irrenanstalt

Neuer Dresdner Club "Bonnies Ranch": Feiern in der Irrenanstalt

Von Rockerkneipe bis Südsee-Bar, von Disco-Schuppen bis Gay-Treff - die Neustadt bietet die verschiedensten und schrägsten Feiermöglichkeiten in Dresden.

Seit Oktober ist es nun wortwörtlich noch irrer geworden. In der Antonstraße 29, schräg gegenüber dem Neustädter Bahnhof, ist seit dem 11. Oktober "Bonnies Ranch" für alle Feier-Verrückten geöffnet. Grobe Beschreibung des Konzeptes: Der neue Club ist eine Irrenanstalt!

Betritt man das ehemalige "Peaches", kommt man direkt auf die Patientenannahme zu. "Aber keine Angst, wir verlangen keine zehn Euro Praxisgebühr", erzählt Mitarbeiterin Sandra Thomas. Nun kann sich der Gast aussuchen, wo er Platz nehmen will. Soll es vielleicht in der Psychiatrie sein? Oder lieber doch im Labor? Zur Auswahl stehen auch noch die Überwachungszentrale sowie die Therapie- und Intensivstation. Sollte jemand einen ganz besonderen Platz suchen, so kann er es sich natürlich auch in der Lounge für Privatpatienten gemütlich machen. Für private Feiern steht dann zusätzlich noch die Gummizelle mit Pole-Dance-Stange bereit.

Wer jetzt aber denkt, das war es schon, der irrt! In Bonnies Ranch ist nichts normal: Wer beispielsweise eine Club Cola bestellt, der bekommt eine kleine Flasche Cola auf den Tisch gestellt. Der Havannah Club dagegen wird in einem Infusionsbeutel über dem Tisch aufgehängt. Mischen bitte selber und natürlich auf eigene Gefahr. Wer sich dann doch nicht so gut mit der Mixerei auskennt und es ein wenig übertrieben hat mit dem Alkohol, kann sich auch für eine Weile in der Ausnüchterungszelle ausruhen. Unterdessen können die anderen Freunde sich ja weiterhin an den sieben verschiedenen Stationen erfreuen. Übrigens: Die Shots werden nicht in Schnapsgläsern serviert, sondern in Einwegspritzen. Ran an den Mund und rein damit!

Um nun alle zu beruhigen, es kann natürlich auch getanzt werden in Bonnies Ranch. In der zweiten Etage des Clubs steht eine Tanzfläche zur Verfügung, auf der im Wechsel zu House, Elektro, Black und R'n'B das Tanzbein geschwungen werden kann. Die sogenannte Station zwei, in der neben der Tanzfläche auch die Intensivstation und die Ecke für die Privatpatienten ansässig sind, ist zudem liebevoll gestaltet. Zahlreiche Schwarz-Weiß-Bilder sowie ein überdimensionales Wand-Panorama und Röntgenaufnahmen von Menschen sind ein absoluter Blickfang.

Auf den Bildern ist übrigens unter anderem der Schauspieler Klaus Kinski zu sehen. Warum das so ist, erklärt Sandra Thomas: "Unser Konzept beruht ja auf der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in Berlin, die im Volksmund auch 'Bonnies Ranch' genannt wird. Kinski war für kurze Zeit auch mal Patient in der Anstalt." Die beiden Etagen des Clubs sind also wirklich mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Besonders stolz sind die Mitarbeiter aber auf die LED-Decke über der Tanzfläche: "Das wurde alles selbst gestaltet", erzählt Thomas.

Weitere Besonderheit des Clubs: An sieben Tagen die Woche hat "Bonnies Ranch" ab 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist immer frei und laut Thomas soll das auch so bleiben.

Weitere Infos zum wöchentlichen Programm auf www.bonnies-ranch.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.11.2012

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