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Nach Sprung in Erfurt: Zoo Dresden hält Höhe der Umzäunung für Geparden Ramzes und Rashid für unbedenklich

Nach Sprung in Erfurt: Zoo Dresden hält Höhe der Umzäunung für Geparden Ramzes und Rashid für unbedenklich

Nur 2,20 Meter hoch ist der Maschendrahtzaun rund um das 1600 Quadratmeter große Gehege der beiden Geparden Ramzes und Rashid im Zoo - 80 Zentimeter niedriger als das im Erfurter Tierpark.

Und mit Strom gesichert wie dort ist der Zaun auch nicht. In dem thüringischen Zoo hatte Gepard Ghalib am Dienstag eine drei Meter hohe Mauer mit einem rekordverdächtigen Sprung aus dem Stand überwunden. Drei Esel, die von Kindern am Gehege vorbeigeführt wurden, hatten offenbar seinen Jagdinstinkt geweckt (DNN berichteten).

"Theoretisch könnten unsere beiden Geparden den Zaun sehr wohl überspringen", räumt Wolfgang Ludwig, der Zoologische Leiter, ein. Doch Angst, dass die mittlerweile zwölfjährigen Brüder ihr Gehege mit einem kühnen Hochsprung verlassen, hat er nicht. "Die Wahrscheinlichkeit, dass sie es tatsächlich tun, steht eins zu tausend", meint er. Die Kraft dazu hätten beide zwar. "Sie würden es aber nur dann tun, wenn man sie im Gehege extrem in die Enge treibt oder wenn draußen ein Tier vorbei gerannt kommt, das ihren angeborenen Jagdtrieb auslöst", glaubt er. Eine Gazelle zum Beispiel, vielleicht auch ein Shetlandpony oder ein Feldhase. "Ramzes und Rashid bekommen aber nur die Watussi-Rinder im Gehege gegenüber zu Gesicht, und die sind sie gewöhnt", sagt Ludwig. Außerdem seien Geparden zwar die schnellsten Landtiere der Welt, zählten aber nicht zu den besonders gefährlichen Tieren wie etwa Löwen. "Weil der Gepard in Erfurt diesen Satz gemacht hat, werden wir das Gehege für unsere beiden Tiere nicht höher bauen", resümiert der Zoologische Leiter. Das sei nicht nötig.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.11.2013

Richter, Katrin

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