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„Mein eigener Stil ist bewegt und athletisch“: Dresdnerin tanzt mit bei TV-Show „Got to Dance“

„Mein eigener Stil ist bewegt und athletisch“: Dresdnerin tanzt mit bei TV-Show „Got to Dance“

Auftritte vor einem Millionenpublikum, Ruhm, ein prall gefülltes Konto und Blitzlichtgewitter. Viele junge Menschen träumen von einer Karriere als Showstar – TV-Casting-Shows sollen helfen, diesen Traum zu verwirklichen.

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Quelle: PR

Shirley-Cordula Meissner aus Dresden tanzt am Donnerstagabend bei „Got to Dance“ mit. Die Tanz-Castingshow, die ursprünglich seit 2009 im Vereinigten Königreich ausgestrahlt wurde, hat zwischenzeitlich mehrere internationale Ableger. Derzeit läuft die dritte deutsche Staffel auf Pro Sieben.

Shirley, erzählen Sie doch zuerst bitte etwas über sich.

Ich stamme eigentlich aus Berlin und am 15. September werde ich 23 Jahre alt. Studiert habe ich an der Palucca Hochschule für Tanz in Dresden. Meine Eltern sind Opernsänger, also bin ich quasi im Theater aufgewachsen. Mit neun Jahren fing ich mit dem Tanzen an. Damals hatte ich einfach nur Spaß an der Bewegung. Nach der Grundschule war die Entscheidung zu treffen, an welcher Schule es weitergehen sollte, da kam die Palucca Schule ins Spiel.

So ging es 2004 nach einer harten Aufnahmeprüfung an die Hochschule. Bis zum Juli 2013 studierte ich dort. Als eine der besten Mittelschüler in Sachsen beendete ich meine Schule und absolvierte meinen Bachelor im Bühnentanz. Insgesamt ging das Studium 14 Semester mit noch zwei Vorbereitungsjahren, also neun Jahre Ausbildung neben der Schule. Das bedeutet fünf Stunden Training  am Tag plus Schule. Nach meinem Abschluss wurde ich als Elevin im Theater Dortmund angestellt. Eine Spielzeit arbeitete ich mit der Company. Am Ende der Spielzeit war die Situation mit den Verträgen unklar. 

Was haben Sie aus Ihrer Ausbildung an der Palucca-Schule mitgenommen?

Aus meiner Ausbildung habe ich mitgenommen, dass es wichtig ist, seinen eigenen Weg zu gehen und einfach zu wissen, was man möchte. Jeder lebt sein eigenes Leben und muss damit zufrieden sein.

Wie lange tanzen Sie insgesamt schon?

Offiziell seit 13 Jahren, aber ich habe eigentlich immer schon irgendwie getanzt.

Wie und warum entstand der Gedanke bei „Got to Dance“ mitzumachen?

Mit Bekannten scherzte ich immer über meine Teilnahme bei „Got to Dance“. Sie haben mir den Link zur Castingbewerbung geschickt und ich dachte: „Shirley, Du lebst nur einmal, also los geht’s.“ Ich sendete auch nur Bilder, keine Videos und war überrascht als sich „Got to Dance“ meldete und mich zum Casting einlud. Es ist super, dass ich jetzt wirklich dabei bin.

Wie war das Casting?

Ich fand es unglaublich interessant, so viele unterschiedliche Tänzer kennenzulernen. Das hat mich sehr inspiriert. Eigentlich war ich ganz ruhig, aber kurz bevor es auf die Bühne ging, bekam ich ein merkwürdiges Gefühl im Bauch.  Ich stellte mir nur vor, wie aufgeregt Menschen sein müssen, die keine Bühnenerfahrung haben, wenn selbst ich schon so nervös  war.

Was werden Sie bei der Audition tanzen?

Leute, die mich kennen, werden sagen: „Ja das ist Shirley.“ Mein eigener Stil ist sehr bewegt und athletisch – fast wie ein Tier. Kenner werden Elemente aus dem Zeitgenössischen Tanz und Ballett erkennen. Doch heute ist Tanz sowieso so gemischt, dass alles möglich ist.

Was sind Ihre Ziele für die Zeit nach der Show? Was wollen Sie beruflich erreichen?

Nach einiger Zeit im Ausland zieht es mich wieder nach Deutschland ans Theater. Darum würde ich mich sehr freuen, wieder in Deutschland Fuß zu fassen.

Aktuell arbeiten Sie in Ägypten in der Showabteilung eines Urlaubsclubs. Wie muss man sich Ihre alltägliche Arbeit dort vorstellen?

Meine Arbeit ist dort sehr vielfältig und aufregend. Als erstes bin ich natürlich Tänzerin, wirke aber auch in Musicals und Schauspielstücken mit. Es kommen Choreografen von außerhalb, die neue Shows mit der Truppe einstudieren. Wenn sie wieder weg sind, ist es meine Aufgabe, die Proben zu leiten. So gebe ich das Training und achte darauf, dass jeder weiß, was er zu tun hat. Dazu gehört auch die ganze Organisation des Showjahres und allgemeine Probenplanung. Ich bin also Tänzerin, Choreografin, Pädagogin und Regisseurin in einer Person.

jv

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