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Martinstag: Umzüge für Groß und Klein am Freitag in Dresden

Nicht nur für Kinder Martinstag: Umzüge für Groß und Klein am Freitag in Dresden

Alljährlich sind zum Martinstag am 11.11. überall in Deutschland nach Einbruch der Dunkelheit die Laternenumzüge zu sehen, so auch in Dresden. Das ist nicht nur was für Kinder. Juliane Wurziger zum Beispiel möchte mit ihrem Umzug ganz gezielt Erwachsene und Junggebliebene ansprechen und einladen.

Juliane Wurziger freut sich darauf, möglichst viele Dresdnerinnen und Dresdner beim Umzug „Sonne, Mond, Laterne“ begrüßen zu können.

Quelle: privat

Dresden. Alljährlich sind zum Martinstag am 11.11. überall in Deutschland nach Einbruch der Dunkelheit die Laternenumzüge zu sehen. Viele Kinder basteln im Vorfeld in ihren Kindergärten oder Grundschulklassen Laternen, mit denen sie am Umzug teilnehmen. Dass ein solches Event aber nicht nur Kinderaugen zum Leuchten bringen kann, will dieses Jahr Juliane Wurziger zeigen.

Mit ihrem Umzug „Sonne, Mond, Laterne“ möchte sie natürlich auch Kinder, ganz gezielt jedoch Erwachsene und Junggebliebene ansprechen und einladen. „Die Idee kam mir bei einem Spaziergang, als ich mich an den Laternenumzug in meiner Kindheit erinnerte“, erzählt die Initiatorin. „Dann dachte ich mir, dass es als Kind so einfach war, glücklich zu sein. Aber warum nur als Kind? Auch für uns Erwachsene kann es so einfach sein.“

Mit dem selbst organisierten Umzug erfüllt sich die Dresdnerin auch ihren eigenen kleinen Traum. „Ich freue mich auf viele Teilnehmer jeden Alters und jeder Herkunft und ein riesiges Laternenmeer“, sagt sie. „Einzige Voraussetzung ist, dass jeder eine Laterne in der Hand hat, egal ob erwachsen oder Kind.“ Dabei ist es egal, ob gekauft, selbstgebastelt, mit Kerze oder elektrischem Licht. „Lasst uns dafür sorgen, dass dies der größte Laternenumzug der Stadt wird.“

Obwohl am Martinstag veranstaltet, habe der Umzug keinen religiösen Hintergrund, es gehe einfach darum, allen Dresdnern und Dresdnerinnen eine Freude zu machen, so Wurziger. Klassische Laternen-Lieder dürfen jedoch gerne angestimmt werden.

Treffpunkt ist am heutigen Freitag um 19 Uhr an der Gläsernen Manufaktur, die Route führt an der Stübelallee entlang, durch den Großen Garten bis zum Palais sowie an der Lennéstraße entlang zurück zum Startpunkt. Bei dem Umzug, der rund eine dreiviertel Stunde dauern soll, werden aus Sicherheitsgründen keine Straßen überquert. Alle weiteren Infos gibt es auf Facebook unter der Veranstaltung „Sonne, Mond, Laterne – Umzug 2016“.

Doch dieser Lichtermarsch ist natürlich nicht der einzige, der heute in der Stadt unterwegs sein wird. Der größte Umzug soll sich ab 17 Uhr durch die Altstadt bewegen. Er beginnt an der Centrum-Galerie (Prager Straße) und führt zur evangelischen Kreuzkirche, wo es 17.30 Uhr eine ökumenische, also konfessionsübergreifende, Andacht gibt. Die Evangelische Kreuzkirchgemeinde und die katholische der Kathedrale organisieren das gemeinsam mit der Centrum-Kindertagesstätte der Diakonie-Stadtmission. Die Kinder wollen auf ihrem Weg singen, beten und Martinshörnchen teilen, eine Art Milchbrötchen.

Andachten, Gottesdienste und Martinsfeste gibt es am Freitag außerdem 16.30 Uhr in den evangelischen Kirchen Leubnitz-Neuostra, Martin Luther (Neustadt), St. Michael (Bühlau), in der katholischen St.-Paulus-Kirche Plauen; 17 Uhr in der evangelischen Christophoruskirche Wilschdorf, auf dem Weißen Hirsch und in der Christuskirche Klotzsche-Königswald sowie in den katholischen Kirchen Herz Jesu, Johannstadt, und St. Petrus, Strehlen. Am Sonnabend laden St. Antonius Löbtau 16 Uhr und Heilige Familie Zschachwitz 16.30 Uhr ein; am Sonntag, 16.30 Uhr, Maria am Wasser in Hosterwitz.

Martin (um 316/17 - 397) war zunächst römischer Soldat, quittierte den Militärdienst, ließ sich als Christ taufen und wurde später Bischof von Tours. Die Legende erzählt, er habe als Soldat seinen Mantel mit einem frierenden Bettler geteilt. Deshalb ist bei vielen Martinszügen auch ein Reiter dabei, der den heiligen Martin als römischen Soldaten oder als Bischof darstellen soll. Die Martinszüge in ihrer heutigen Form entstanden nach dem Ersten Weltkrieg im Rheinland.

Von Gerrit Menk/Tomas Gärtner

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