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Maler aus aller Welt beteiligen sich in Dresden an Aktmalerei am Japanischen Palais

Maler aus aller Welt beteiligen sich in Dresden an Aktmalerei am Japanischen Palais

Ein kurzer Blick huscht über den Rand der Leinwand auf die nackten Körper. Die geübte Hand setzt einen weiteren Strich und die Silhouetten der Aktmodelle treten immer deutlicher hervor.

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Geduldig posierten die Modelle für die Maler.

Quelle: Hauke Heuer

Der Dresdner Palaissommer hat zur Aktmalerei im Freien gerufen und die Künstler sind gekommen, um Pleinair-Malerei zu betreiben.

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Tausend Augen waren am Sonntag auf die Aktmodelle im Japanischen Palais gerichtet. Fünf Stunden mussten die Frauen auf der Wiese verharren.

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„Das besondere an dieser Veranstaltung ist die Vielzahl an verschiedenen Künstlern, die sich an der Aktmalerei beteiligen“, sagt der Künstler und Organisator Aleksandre Adamia alias Aleko. Drei Stipendiaten aus Stuttgart, vier etablierte Künstler aus St. Petersburg und fünf Kunst-Diplomanten aus Tiflis sowie zahlreiche Künstler aus Dresden hatten ihre Leinwände aufgestellt.

Die Aktbilder entstehen nicht nur zum Spaß. Bis zum Ende des Palaissommers am 25. August werden sie in der Parkanlage vor dem Japanischen Palais ausgestellt und zum Kauf angeboten. Wie viel ein Kunstwerk kostet, ist von dem Künstler abhängig, der es geschaffen hat. Während die Maler fleißig ihre Pinsel schwangen und versuchten, die richtigen Proportionen zu treffen, mussten sich die Akt-Modelle zusammenreißen und stillhalten.

Aline (29), Katrin (22) und Julia (28) haben bereits Erfahrung im Modell-Stehen. Trotzdem ist für sie die Aktmalerei beim Palaissommer eine besondere Herausforderung. „Das Modell-Stehen in einem Kurs ist relativ einfach, da man hier aller zehn Minuten die Position wechseln kann. Geht es wie hier darum, fünf Stunden in der gleichen Pose zu verharren, tut einem früher oder später der Hintern weh und die Beine schlafen ein“, sagt Alina, die genauso wie ihre Kumpaninen nur ihren Vornamen veröffentlicht sehen will.

Die öffentliche Akt-Malerei zog nicht nur Künstler und die Presse, sondern auch zahlreiche Schaulustige an. Die meisten wollten nur die Arbeit der Künstler begutachten. Einige hatten jedoch offensichtlich Anderes im Sinn und zückten ihre Kameras, um sich selber Bilder auf Fotos zu bannen, was die Veranstalter tatkräftig zu unterbinden versuchten.

Wer sich einmal selbst ein Bild von der Akt-Malerei verschaffen will, kann am 18. August nocheinmal an das Palais kommen.

Hauke Heuer

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