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Maibaum ziert Dresdner Altmarkt - Internationale Studenten präsentierten Folkloretanz

Maibaum ziert Dresdner Altmarkt - Internationale Studenten präsentierten Folkloretanz

Die Tradition des Maibaumsetzens geht zurück bis ins 13. Jahrhundert, es ranken sich bis heute Mythen darum, wo der Ursprung des Maibaums zu finden ist, ob in einem alten heidnischen Fruchtbarkeitsritual oder im christlichen Pfingstbaum.

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30 internationale Studenten der TU Dresden woben bei einem Folkloretanz bunte Bänder um den Maibaum auf dem Altmarkt.

Quelle: Dominik Brüggemann

Das Maibaumsetzen ist jedenfalls eine beliebte Tradition, um den Frühling zu begrüßen. Das dachte sich auch Thomas Schneider, Obermeister der Zimmererinnung Dresden und wollte, im Rahmen des Bundesinnungstags der Zimmerleute den Maibaum mal ganz traditionell, ohne technische Hilfsmittel und in zünftiger Kluft aufstellen.

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Rund 50 Zimmersleute aus Sachsen, Thüringen, Brandenburg und Westfalen haben am Freitag gemeinsam einen 20 Meter hohen Maibaum auf dem Dresdner Altmarkt aufgestellt. Im Anschluss tanzten 30 internationale Studenten der TU Dresden um den Baum.

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Am Freitag den 27. April, war es so weit, die Zimmerer aus Sachsen, Thüringen, Brandenburg und Westfalen stellten sich gemeinsam der Aufgabe, den 20 Meter langen und 600 Kilogramm schweren Koloss auf dem Frühlingsmarkt aufzustellen. „Wir wollen alte Tugenden, wie Gemeingeist und Berufsehre wieder mit Leben erfüllen“, sagt Thomas Schneider „Und gerade beim Aufstellen des Maibaums ist dieser Gemeinschaftssinn besonders wichtig.“ Um 13 Uhr fiel der Startschuss des Mammutprojekts und an die 50 Zimmerleute mühten sich an dem Birkenstamm ab. Die nächsten zweieinhalb Stunden bedeuteten Schwerstarbeit für die Zimmerer, zumal sie dabei in der prallen Sonne standen. Gegen 14.30 Uhr war es dann so weit, mit vereinten Kräften gelang es den Zimmerleuten den Maibaum aufzustellen. Die Besucher des Dresdner Frühjahrsmarkt waren großteils begeistert von dem Schauspiel. „Ich bin eben erst aus Bayern nach Dresden gezogen, in meiner Heimat ist die Tradition des Maibaumstellens sehr verbreitet“, sagte Dieter N. „Aber wie ein Maibaum von Hand aufgestellt wird, das sehe auch ich zum ersten Mal, wirklich beeindruckend“, so der Neudresdner. Nachdem der Maibaum stand, ging man über zum kulturellen Teil des Programms. Dafür sorgten 30 Studenten und Wissenschaftler der TU Dresden aus 13 verschiedenen Nationen, die eine alte Tradition des Maibaumsetzens wieder aufleben ließen, den Bändertanz. Unter der Leitung des Folkloretanzensembles „Thea Maass“ hatten die Studenten zwei Monate lang den komplizierten Tanz einstudiert, bei dem die farbigen Seidenbänder des Maibaums zu einem kunstvollen Muster um den Stamm gewoben wurden.

Friedrich Hellmuth

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