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Löbtauer Kirchen bieten Predigten zu erotischen Seiten der Bibel

Löbtauer Kirchen bieten Predigten zu erotischen Seiten der Bibel

Erotik und Leidenschaft: Kirchgänger in Dresden- Löbtau können sonntags bis Anfang November die erotischen Seiten der Bibel kennenlernen. Acht Predigten beschäftigen sich mit Sexualität, Zärtlichkeit und Erotik, aber auch Selbstbestimmung, Nacktheit, Verführung, Ehebruch und Homosexualität.

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Symbolfoto

Quelle: dpa

„Die Bibel ist voller Geschichten, wo es um Liebe und Leidenschaft, aber auch um Schmerz, Trauer und Verlassenwerden geht“, sagte Pfarrerin Gisela Merkel- Manzer am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Der Streit um die Öffnung der Pfarrhäuser für homosexuelle Pfarrer hatte in der evangelischen Landeskirche Sachsens im vergangenen Jahr ein Tabu zur Diskussion gebracht. Merkel-Manzer und Mitpfarrer Rudolf Renner wollen das Verhältnis von Mann und Frau, das Hohelied der Liebe, gleichgeschlechtliche Liebe oder die Frage, ob die Frauen um Jesus mehr als Jüngerinnen waren, beleuchten.

„Es geht darum, den Reichtum dazu in der Bibel zu entdecken“, sagte Renner. Damit wollen die Akteure auch ein deutliches Zeichen gegen die Stimmen setzen, die Sex und Erotik als Teufelszeug und Sünde verdammen. Dabei werden die Geschichten von Adam und Eva, Jesus und Maria, David und Batseba oder Jonatan und David nicht nur erzählt. „Bei so einem Thema können nicht einfach Wahrheiten von der Kanzel verkündet werden“, sagte Merkel-Manzer. Es sind persönliche Bekenntnisse, die zum Dialog herausfordern.

Bei der Auswahl mussten sich die Pfarrer sehr anstrengen. „Das sind ja in der Regel nicht die Stellen, die Hits sind.“ Ihre Gemeinde mit einem Altersdurchschnitt von 36 Jahren halten die Pfarrer für offen genug, um an Tabus zu rühren. „Sie ist sehr bunt, von frommen Erzgebirglern bis zu liberal andersdenkenden Christen ist alles dabei“, sagte Merkel-Manzer. „Wir wollen neugierig machen, die Bibel zu lesen und das Alte Testament fern von Klischees anzuschauen“, sagte die Gleichstellungsbeauftragte der Landeskirche, Kathrin Wallrabe. Da fänden sich auch alle Irrungen und Wirrungen in Beziehungen. „Die Bibel ist viel bunter, als man denkt.“

dpa

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