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Lauter, härter, schneller: Vor ihrem Auftritt beim Elbhangfest suchen die "elbscheechen" Verstärkung

Lauter, härter, schneller: Vor ihrem Auftritt beim Elbhangfest suchen die "elbscheechen" Verstärkung

Mit der guten alten Blasmusik hat das, was die "elbscheechen Guggenmusik Dresden" machen, nicht mehr viel gemein. Zwar musizieren sie traditionell mit Trompeten, Hörnern, Posaunen und Saxophonen, dazu mit Schlaginstrumenten und Pauken.

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Die "elbscheechen", hier bei einem Auftritt vor dem Dresdner Rathaus, spielen nur, was alle kennen.

Quelle: Lutz Müller

Aber: Hier darf alles auch ein bisschen schräg klingen. Denn Guggen-Musiker sind Laien, die keine Kunst machen, sondern Spaß haben wollen.

Das spiegelt sich auch in der Songauswahl wider. "Wir spielen nur, was alle kennen. Von Abba bis Deep Purple und von Verdi bis Lady Gaga, nichts ist vor uns sicher", sagt Sebastian Renz, der musikalische Leiter der "elbscheechen". "Wenn wir aufspielen, kommt jedes Volksfest ins Schwung. Auf der Bühne und davor. Versprochen!", fügt Matthias Forkert, der Chef der Truppe, hinzu.

Die Idee zu den "elbscheechen" entstand vor rund vier Jahren. Der erste öffentliche Auftritt folgte beim Elbhangfest 2012. Seit August 2014 sind die "elbscheechen" zudem ein eingetragener Verein. Inzwischen hat die Truppe mehr als 20 Mitstreiter. "Wir haben Mitglieder, die erst vor einem halben Jahr angefangen haben, ihr Instrument zu lernen. Und die stehen jetzt schon mit uns auf der Bühne", so Vereinschef Forkert.

Zu den musikalischen Vorbildern aus der Schweiz - die Guggen-Musik hat in der Baseler und Luzerner Fastnacht ihren Ursprung - fehlen allerdings noch einige "elbscheechen". Bei denen können nämlich gern bis zu 40 Musiker den Takt angeben. Deswegen sind die Dresdner auf der Suche nach weiteren Mitstreitern. Alter, Geschlecht oder Beruf spielen genauso wenig eine Rolle wie musikalische Vorkenntnisse. Denn gebraucht werden auch die so genannten "Krachmacher", die Rassel, Becken, Tamburin oder Pauke schlagen und - darauf legen die "elbscheechen" wert - dazu die Hüften schwingen. "Bläser mit Vorkenntnissen suchen wir allerdings dringender", sagt Vereinschef Forkert.

Interessierte sind herzlich eingeladen, sich das Treiben während einer Probe anzuschauen. Die findet immer dienstags um 18.30 Uhr im Elbhangtreff in Dresden-Niederpoyritz, Plantagenweg 3, statt. Und vielleicht musizieren die "Neuen" bereits beim nächsten großen Auftritt der Guggenmusiker mit. Beim Festumzug des Elbhangfestes am 27. Juni sind die "elbscheechen" wieder mit dabei.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.04.2015

Christin Grödel

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