Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Google+
Künstler aus neun Ländern im 20. "Dresdner Weihnachts-Circus"

Zirkus zum Staunen Künstler aus neun Ländern im 20. "Dresdner Weihnachts-Circus"

Afrika grüßt Dresden. Yuma, der unglaublich verknotete Schlangenmensch, eröffnete das Jubiläumsprogramm des "Dresdner Weihnachts-Circus'". Doch nicht nur bei ihm dachte sich das Publikum: "Wie macht der das bloß?"

Voriger Artikel
Dresdens erste Wurstprinzessin
Nächster Artikel
Bergmannsweihnacht auf dem Dresdner Striezelmarkt – Endspurt im Weihnachtsgeschäft

Elena nutzt kleinste Gesten im Zwiegespräch mit ihrem Pferd (hier bei der Generalprobe). Das Duo Urunov besticht mit Freiheitsdressur und Hoher Schule.

Quelle: D. Flechtner

Dresden. Afrika grüßt Dresden. Yuma, der unglaublich verknotete Schlangenmensch, eröffnete das Jubiläumsprogramm des "Dresdner Weihnachts-Circus'". Doch nicht nur bei ihm dachte sich das Publikum: "Wie macht der das bloß?" Die 20. Ausgabe dieses jährlich neu speziell für Dresden zusammengestellten Gastspiels vereint gleich mehrere Nummern zum Staunen. Ganz unterschiedlich im Genre, aber mit Suggestivwirkung. Dabei kommt die Show diesmal ohne große, zeitaufwändige Technik aus.

Hochklasse-Artistik, Dressuren, Clownerie, Musik und Licht spielten am Premierenabend harmonisch ineinander. Auch Mensch und Tier - in diesem Fall Pferde, Hunde, Elefanten und Papageien - schienen sich gut zu verstehen. Tierschützer waren da natürlich anderer Meinung, störten die Vorstellung aber nicht. So stand Sonni Frankello mit drei seiner Elefanten ruhig als humorvoller Elefantenflüsterer in der Manege. Seine Tiere bewiesen Anmut beim Rüsseln und große Menschenfreundlichkeit. Absolute Eintracht mit ihrem Vierbeiner demonstrierte die schöne Reiterin vom Duo Urunov in einer Freiheitsdressur. Zum "Tanz" der Pferde gehören hier das märchenhafte Flair und die Kostüme.

Sie können schon einen Vorgeschmack geben auf weitere Outfits von Elena, die sie rasend schnell wechselt und dabei auch noch gut aussieht. Man kennt den Act, aber in diesem Tempo? Zur Abteilung Grazie sind unbedingt noch Trapezkünstlerin Tamila (ihre Sprünge und Drehungen unter der Zirkuskuppel lassen den Atem stocken) und die Artisten vom Chinesischen Nationalzirkus zu zählen (ein Kaleidoskop aus Akrobatik, Diabolo, Jonglage). China beendete den Abend.

Die männlichen Helden punkten mit Geschicklichkeit und Muskeln. Bei Ladislav Kaiser geht es dabei diabolisch zu, wenn er auf dem Hochseil Rad fährt oder Purzelbaum überm Feuer schlägt. Im Vatikan war er trotzdem schon zu Gast. Viel Beifall erntete Encho Kervazov mit seiner minutiös ausgeführten, intensiven Handstand-Akrobatik. Seine Ästhetik wurzelt in der Anstrengung, die nicht kaschiert ist. Ein ganz besonderer Held ist Clown Totti. Agil trotz Körperfülle und super musikalisch von Oper bis Blues. Zum dritten Mal erheiterte er das Dresdner Publikum, erstmals nun als Mitglied des World Parliament of Clowns, einer Art Olymp der Clowns.

Genia Bleier

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Boulevard

Viele können ihn kaum erwarten, den Herbst. Denn dann geht es mit Korb und Messer los in den Wald, um Pilze zu sammeln. Gut, wenn man sich ein wenig in Sachen Pilzen auskennt. Wir verlosen drei Bücher "Welcher Pilz ist das? Extra. Pilze und ihre Baumpartner" vom Kosmos Verlag. mehr