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Junger Australier wird seit Anfang März vermisst - seine Spur verliert sich in Dresden

Junger Australier wird seit Anfang März vermisst - seine Spur verliert sich in Dresden

Seit anderthalb Monaten ist der Australier Lucas Taylor wie vom Erdboden verschwunden. Seine Spur verliert sich in Dresden. "Das letzte, was ich weiß, ist, dass Lucas am 11. März per Zug aus dem tschechischen Pardubice nach Dresden zurückkehren wollte, denn dort hatte er in einem 72-Stunden-Schließfach einen Koffer deponiert.

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Lucas Taylor

Dresden. Dresden. Seit anderthalb Monaten ist der Australier Lucas Taylor wie vom Erdboden verschwunden. Seine Spur verliert sich in Dresden.

Von Christoph Stephan

"Das letzte, was ich weiß, ist, dass Lucas am 11. März per Zug aus dem tschechischen Pardubice nach Dresden zurückkehren wollte, denn dort hatte er in einem 72-Stunden-Schließfach einen Koffer deponiert. Er wollte nach Japan fliegen, um dort weiter als Freischaffender zu arbeiten. Doch seinen Koffer hat Lucas nie abgeholt und nach 72 Stunden übernahm der Dresdner Hauptbahnhof sein Gepäck, um es in einem Lager aufzubewahren", berichtet der Vater des 26-jährigen Vermissten, der australische Stadtplaner James Scott Taylor.

An jenem 11. März habe er zuletzt etwas von Lucas gehört. "Seit diesem Tag schrieb mein Sohn keine E-Mails mehr, hörte auf zu chatten und hinterließ auch keine Neuigkeiten auf seinem Facebook-Profil. Ich mache mir große Sorgen um Lucas, über seine Lage, seinen Zustand, sein Wohlbefinden", so Taylor.

Lucas sei Anfang 2011 nach Deutschland gekommen, um hier als freischaffender Übersetzer und Lehrer zu arbeiten. Zuletzt habe er mit der Idee gespielt, die Bundesrepublik, aber auch Österreich und Polen intensiver zu erkunden. "Er überlegte zum Beispiel, längere Zeit in Wäldern wandern zu gehen und zu campen. Daraus schloss ich, dass er sich möglicherweise mehrere Tage wenn nicht Wochen in der Sächsischen Schweiz aufgehalten hat und sich dort vielleicht noch immer aufhält", erzählt der verzweifelte Vater.

Mit dem Fall beschäftigt sich neben der australischen Polizei unter anderem auch das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen. "Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegen keine Erkenntnisse zum Aufenthalt des Vermissten Lucas Taylor vor", sagt LKA-Sprecherin Kathlen Zink auf Anfrage. Es gebe allerdings auch keine Hinweise auf eine Straftat.

Nach Angaben seines Vaters ist Lucas 1,82 Meter groß und von mittlerer Statur. Er wiegt 95 Kilogramm und hat dunkelbraunes, gewelltes Haar und blaue Augen.

Erst Anfang des Jahres wurde die gefesselte Leiche des seit mehreren Wochen vermissten Ulf. M. aus Bayern in einem Wald zwischen Roßlau und Coswig (Sachsen-Anhalt) entdeckt. Die ermittelnden Behörden gehen in diesem Fall von einem Gewaltverbrechen aus.

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