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Jürgen Wieland aus Dresden ist Teilnehmer der Jubiläumswoche von "Das perfekte Dinner"

Jürgen Wieland aus Dresden ist Teilnehmer der Jubiläumswoche von "Das perfekte Dinner"

Wer ist der beste Hobbykoch aus sieben Jahren "Das perfekte Dinner"? Dieser Frage gehen in der Spezialausgabe "Das perfekte Dinner - Die Besten der Besten!" noch bis zum Freitag um 19 Uhr fünf Köche nach.

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Jürgen Wieland verbindet seinen Beruf oft mit seiner Liebe zum Kochen.

Quelle: Dietrich Flechtner

Einer dieser Besten ist der 58-Jährige Jürgen Wieland aus Dresden, der seine Konkurrenten Linda aus Rostock, Bernd aus dem Allgäu, Nikolai aus Stuttgart und Katrin aus Speyer heute Abend mit Ochsenschwanzkompott, knusprigen Knödelblättern und Quittenschaum bekocht.

Bereits im September des vergangenen Jahres konnten Fans des Perfekten Dinners Jürgen Wieland zum ersten Mal am Herd erleben. Damals ging er mit der Höchstpunktzahl von 40 Punkten als Wochensieger aus der Show. "Mein erster Platz war auch die Voraussetzung für die Teilnahme an der Jubiläumswoche", erklärt Wieland. Doch die Entscheidung, ob er mitkochen durfte, lag beim Publikum der Show. Über ein Internetvoting konnten die Zuschauer aus den 100 besten Kandidaten der vergangenen sieben Jahren ihren Favoriten wählen. Anlässlich des siebten Geburtstags kochen die fünf Auserwählten nun um einen Gewinn von 7777,77 Euro.

Doch nicht nur Kochen ist eine Leidenschaft von Jürgen Wieland. Einer der Kandidaten von "Das perfekte Dinner" bezeichnete den gebürtigen Heidelberger sogar als Perlentaucher. Diese spontane Bezeichnung hängt mit dem Beruf des Familienvaters zusammen. Auf der Schillerstraße hat er ein Planungsbüro für historische Gebäude. "Ich möchte alten Gebäuden, die heute kaum noch genutzt werden, einen neuen Zweck geben", erklärt der gelernte Kaufmann. In Dresden widmet sich Wieland derzeit zwei Projekten, die ihm sehr ans Herz gewachsen sind. Dabei verbindet er immer seine Affinität zum Kochen mit dem Beruf. Grund: Das eine Projekt ist der alte Lokschuppen hinter dem Bahnhof Neustadt. Diesen will er als traditionelle Markthalle wieder auferstehen lassen. In dem Gebäude sollen dann vor allem regionale Händler unterkommen. "Ich möchte Leuten, die eben nur auf guten Käse oder edlen Wein spezialisiert sind, eine Plattform bieten. Vor allem in den südlichen Ländern gibt es noch zahlreiche solcher Markthallen, wo einem schon ein unvergleichlicher Geruch entgegenströmt, wenn man das Gebäude nur betritt", schwärmt Wieland.

Das zweite Projekt, welches er in Angriff nimmt, betrifft das Areal des ehemaligen Hotels Burgberg in Loschwitz, über dem Körnerplatz. "Das Hotel lag damals in einer unglaublichen Umgebung. Man konnte auf ganz Dresden blicken", erklärt der Kaufmann. Allerdings wurde das Hotel 1945 während des zweiten Weltkrieges zerstört und nie wieder aufgebaut. "1967 entschloss sich die Stadt Dresden, die restlichen Ruinen des Hotels wegzusprengen. Allerdings ohne Erlaubnis der Erben", berichtet der 58-jährige. Nun versucht er die Fehlentscheidung der Stadt zu seinen Gunsten zu nutzen. Sein Ziel: Das Gebäude soll wieder auferstehen und einen gastronomischer Anlaufpunkt für die Dresdner werden. Die Stadt will nach eigenen Angaben die Fläche allerdings auf Grund der Nähe zu den Fauna-Flora-Habitat- und Vogelschutzgebieten als Lebensraum für Tiere und Pflanzen erhalten. Wieland sieht dagegen vor allem historischen Wert in dem Gelände: "Dieses Gebäude hat so eine schöne Geschichte zu erzählen. Es wurde beispielsweise nachgewiesen, dass Richard Wagner mit zehn Jahren dort sein erstes Theaterstück aufführte", so der Hobbykoch.

Was nun mit dem Grundstück passiert, zeigt sich wohl im Laufe der Zeit. Fest steht aber: Jürgen Wieland führt bereits Gespräche mit den Erben, um den Kauf des Areals zu vereinbaren. Sollte er am Ende dieser Woche als Sieger aus der Jubiläumsshow von "Das perfekte Dinner" herausgehen, hätte er immerhin ein kleines Startkapital für seinen Traum vom neuen Burgberg.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.03.2013

Nadine Steinmann

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