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Janin Fischer nimmt als einzige Dresdnerin am Jugendintegrationsgipfel in Berlin teil

Janin Fischer nimmt als einzige Dresdnerin am Jugendintegrationsgipfel in Berlin teil

"Ich will nicht nach Berlin", singen die Jungs von Kraftklub. Janin Fischer hingegen möchte unbedingt in die Hauptstadt, zumindest für zwei Tage. Die 23-Jährige nimmt als einzige Dresdnerin am Jugendintegrationsgipfel teil, der am Montag und Dienstag stattfindet.

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Janin Fischer

Zum dritten Mal lädt Staatsministerin Maria Böhmer, Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration, rund 100 Jugendliche und Heranwachsende im Alter zwischen 16 und 25 Jahren dazu ein.

Unter ihnen eben auch Janin Fischer, die eher zufällig bei der Suche nach geeigneten Praktika auf dieses Angebot gestoßen ist. Die gebürtige Thüringerin studiert seit zwei Semestern Internationale Beziehungen an der TU Dresden und fand die Idee spannend, aktiv Politik mitzugestalten. Im Workshop "Konflikte zwischen den Generationen", einer von vier angebotenen, möchte sie nun unter anderem die Unterschiede zwischen jungen und älteren Migranten untersuchen. Besonders die sprachlichen Defizite interessieren sie. "Die Frage ist doch, wie viel kann man von Migranten erwarten, und was kann man für sie tun? Da sehe ich, gerade wegen der mangelnden Sprachkenntnisse, einen Zwiespalt", so die 23-Jährige. Mithilfe der Workshops sollen Ideen gesammelt und neue Aspekte gefunden werden. Die Ergebnisse der jungen Gipfelteilnehmer werden in Form eines Informationsblatts in den Deutschen Integrationsgipfel eingehen.

Integration ist ein wichtiges Thema für Janin Fischer. Gerade durch ihr Studium steht sie im Kontakt mit ausländischen Studierenden, auch in ihrem Familien- und Bekanntenkreis gibt es Migranten. "Die Thematik des Gipfels hat mich deshalb natürlich angesprochen", erklärt sie.

Einen beruflichen Werdegang in der Politik wünscht sich die Studentin allerdings nicht. "Obwohl ich an politischem und sozialem Engagement interessiert bin. Zum Beispiel bin ich in der Jugendabteilung des Deutschen Roten Kreuzes aktiv", beschreibt sie. Lieber würde sie für eine Hilfsorganisation arbeiten, die Vereinten Nationen wären ein großes Ziel.

"Aber man weiß ja nie, vielleicht inspiriert mich der Gipfel ja so sehr, dass ich meine Meinung noch ändere", schmunzelt die Studentin. Für Inspiration möchte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sicher sorgen. Sie hält am Montag die Eröffnungsrede des Jugendintegrationsgipfels.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.04.2012

Ch. Grödel

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