Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
International Ladies Group in Dresden bietet Treffpunkt für Frauen aus der ganzen Welt

International Ladies Group in Dresden bietet Treffpunkt für Frauen aus der ganzen Welt

Wer in eine neue Stadt kommt, hat es oft nicht leicht. Während die Einheimischen ihre festen Freundeskreise haben, muss man sich als Neuankömmling erst alles aufbauen.

Voriger Artikel
Facebook-Flirt: zwischen schlüpfrigen Gesuchen und ernsthaftem Liebesinteresse
Nächster Artikel
Dresdens Narren behalten Rathausschlüssel wegen dem 13. Februar einen Tag länger

Jeden ersten Donnerstag im Monat treffen sich die Frauen aus der ganzen Welt in einem Dresdner Restaurant, um ungezwungen miteinander ins Gespräch zu kommen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1997 ist die International Ladies Group stetig angewachsen.

Quelle: Christian Juppe

Auch die 53-jährige Karin Schanz machte diese Erfahrung, als sie 1995 mit ihrem Mann aus den USA nach Dresden kam. Allerdings wusste sich die Frau eines Siemens-Ingenieurs schnell zu helfen.

"In den USA haben sich die Ehefrauen der Siemens-Ingenieure alle zwei Monate in einem Restaurant getroffen", erzählt Schanz. Diese Tradition wollte sie auch in ihrer neuen Heimat an der Elbe fortsetzen. So kam es, dass sie 1997 die International Ladies Group ins Leben rief. "Mir war es wichtig, weiterhin internationale Kontakte zu pflegen", betont die 53-Jährige. Das erste Treffen wurde im Radebeuler Hotel "Baumwiese" veranstaltet.

"Wir haben uns damals in Radebeul getroffen, weil die Chipfabriken nicht weit entfernt waren und die internationale Schule noch in der Washingtonstraße ihren Sitz hatte", erinnert sich Schanz. Dass sie mit der Gruppe einen Nerv getroffen hatte, merkte sie bereits nach kurzer Zeit. Denn immer mehr Frauen wollten an den Treffen, die mittlerweile am ersten Donnerstag des Monats um 19 Uhr im Restaurant Max unweit des Postplatzes stattfinden, teilnehmen.

Von anfangs 20 Frauen, die unter anderem aus Italien, den USA oder Holland kamen, wuchs die Ladies Group bis zum heutigen Tag auf etwa 200 Mitglieder an. Fast alle sind nach Dresden gekommen, weil sie oder ihre Ehemänner in der Chipindustrie oder in einem Forschungsinstitut arbeiten. Größtenteils haben sie über Mund-zu-Mund-Propaganda von der Gruppe erfahren. Teilweise sei der Kontakt aber auch zufällig zustande gekommen. "Einmal habe ich meinen Mann von einer Geschäftsreise am Flughafen abgeholt. Dabei ist mir eine Amerikanerin mit drei kleinen Kindern aufgefallen. Kurzerhand bin ich mit ihr ins Gespräch gekommen und habe sie für die Ladies Group begeistert", freut sich Schanz.

Neben dem sozialen Aspekt, einen schönen Abend zu verbringen, hat die Gruppe für ihre Mitglieder aber noch weitere Vorteile. "Wir helfen Neuankömmlingen dabei, eine Wohnung zu finden oder geben ihnen Tipps für ihre Behördengänge oder wenn sie einen Arzt suchen." Ihre Erfahrungen in der International Ladies Group haben Karin Schanz mittlerweile auch zu ihrem eigenen Unternehmen verholfen.

"Ich mache ähnliche Dinge wie in der Ladies Group und helfe Ausländern bei ihrem Umzug nach Dresden", so Schanz. Unter anderem arbeite sie für Firmen aus der Chemieindustrie, der Uhrenindustrie sowie für Zulieferer von Halbleiterunternehmen. Weil die Aufträge seit der Gründung der Firma im Jahr 2009 stetig zunahmen, musste sie die Leitung der Ladies Group, die bewusst auf den Vereinsstatus verzichtet und lieber auf ungezwungene Treffen setzt, abgeben.

"Heute sorgt Fiona Hahn aus Großbritannien dafür, dass die Mitglieder miteinander in Kontakt bleiben." Wichtig sei dabei, dass sich jeder einbringt und beispielsweise gemeinsame Museumsbesuche oder Wellnesswochenenden initiiert. "Die Gruppe lebt vom Engagement ihrer Mitglieder", sagt Karin Schanz. Übrigens ist die Gruppe nicht nur für Ausländer gedacht. Auch deutsche Frauen sind herzlich willkommen.

@www.ilg-dresden.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.02.2013

sth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Boulevard