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In Dresden gespendetes Nabelschnurblut rettete einem Mädchen aus Frankreich das Leben

In Dresden gespendetes Nabelschnurblut rettete einem Mädchen aus Frankreich das Leben

Kaum auf der Welt und schon hat der kleine Aaron ein Leben gerettet. Als die Mutter Katja Schramm ihn am 31. August vergangenen Jahres im Krankenhaus Dresden-Neustadt zur Welt brachte, entschied sie sich das Nabelschnurblut zu spenden.

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Chefarzt Udo Nitschke und der kleine Aaron mit seiner Mutter Katja Schramm.

Schon ein halbes Jahr später kam das Präparat zum Einsatz. Das Blut mit den lebensrettenden Stammzellen konnte einem dreijährigen Mädchen aus Frankreich, das an einem myelodisplastischen Syndrom (einer Vorstufe zur Leukämie) erkrankt ist, übertragen werden.

Am Freitag bedankte sich Dr. Sabine Raab von der DKMS-Nabelschnurblutbank in Dresden bei der jungen Familie und überreichte Chefarzt Udo Nitschke stellvertretend für das Team der Frauenklinik eine Urkunde. Seit 1997 kooperiert das Krankenhaus Neustadt mit der Nabelschnurblutbank, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Knochenmarkspenderdatei, und klärt werdende Eltern über die Möglichkeit mit Nabelschnurblut zu helfen auf.

Etwa 8000 Präparate hat die Blutbank an der Blasewitzer Straße eingelagert. Man benötige einen großen Pool, erklärt Raab, denn die Chance, ein passendes Präparat zu finden, liege zwischen eins zu 20 000 bis eins zu einer Million. Bei Nabelschnurblut sind die Therapieerfolge größer, da die Zellen jünger sind und besser vom Körper angenommen werden. "Die Spende ist kostenlos und es schadet dem Kind nicht, weil es in dem Moment, wo das Blut entnommen wird, schon abgenabelt ist", betont Raab. "Man kann damit jemanden die Chance auf ein zweites Leben geben." M. Arndt

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.12.2012

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