Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Im Zoo in Dresden sind viele neue Tiere zu beobachten

Im Zoo in Dresden sind viele neue Tiere zu beobachten

Ignacio heißt der Kleine Ameisenbär, der vor anderthalb Jahren im Dortmunder Zoo zur Welt kam und sich nun als Neu-Dresdner im Prof. Brandes-Haus anschauen lässt.

Dort lebt das possierliche Geschöpf derzeit mit vier Sakis - kleineren Trockennasenaffen mit langem, buschigem Schwanz - zusammen.

Anders, als man vermuten könnte, sind die aus Mittel- und Südamerika stammenden Ameisenbären nicht mit den Bären verwandt. Charakteristisch für diese Wesen ist ihre zahnlose Röhrenschnauze, die eine lange Zunge beherbergt. Ignacio, der Kleine Ameisenbär, hat ganz unterschiedlich große Verwandte: Der Zwergameisenbär bringt nur 250 Gramm auf die Waage, der Große Ameisenbär mehr als 60 Kilogramm. Egal, ob groß oder klein: An ihren Vorderzehen tragen alle Ameisenbären auffällig lange und scharfe Krallen. Die brauchen sie, um Termitenbauten aufzureißen und Feinde abzuwehren. Die Anzahl der Krallen variiert je nach Art: Kleine Ameisenbären nennen vier Krallen ihr Eigen, Große Ameisenbären drei und die "Zwerge" nur zwei. Tamanduas fressen Termiten, Ameisen und gelegentlich auch Früchte.

Ignacio hat eigentlich schon eine Partnerin mit dem klangvollen Namen Juanita. "Sie ist aber unser Sorgenkind, denn sie frisst nicht wirklich gut, so dass wir die beiden lieber noch nicht zusammenlassen", berichtet Volontär Thomas Brockmann. Später sollen die beiden aber schon für Nachwuchs sorgen.

Der hat sich bei Mandrill-Zuchtmann Napo und Partnerin Ikela Mitte Februar eingestellt. Tacari, was soviel wie "Kleiner Krieger" bedeutet, heißt das Baby. Der Kleine lebt mit seinem älteren Bruder Rafiki und seinen zwei Tanten auf der Anlage im Afrikahaus. Brockmann schätzt, dass er wohl noch ein halbes Jahr von seiner Mutter gesäugt wird.

Einen Neuzugang vermelden die Mishmi-Takine, ursprünglich in den Bergwäldern in Nordost-Indien und Südchina beheimatete Rindergemsen. Das fast 20 Jahre alte Takin-Weibchen Sissy, das immerhin sieben Junge zur Welt brachte, brauchte Gesellschaft, nachdem ihr Gatte Wim vor einem Jahr das Zeitliche gesegnet hatte. "Deshalb haben wir ein Weibchen aus dem tschechischen Zoo Chomutov nach Dresden geholt", so Brockmann. Die kleine Kema, so ihr Name, habe sich sofort mit Sissy angefreundet und leiste der alten Dame nun Gesellschaft. Später, wenn auch die Tage von Sissy gezählt sind, soll Kema einen Partner bekommen, auf dass sich die Takine im Zoo fortpflanzen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.03.2013

Richter, Katrin

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Boulevard