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"Ich ballere nicht ab" - Star-Fotografin GABO fotografiert für den Semperopernball

"Ich ballere nicht ab" - Star-Fotografin GABO fotografiert für den Semperopernball

"Bitte - fotografieren Sie mich nicht beim Reden. Da habe ich einen schiefen Mund, das ertrage ich nicht", strahlt GABO mit entwaffnend strahlendem Lächeln den DNN-Fotografen an.

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Star-Fotografin GABO - hier mal wieder selbst als Model vor der Semperoper.

Quelle: Dietrich Flechtner

GABO ist der Künstlername von Gabriele Oestreich-Trivellini. Die gebürtige Hamburgerin hat zehn Jahre als Model gearbeitet, dann die Seiten gewechselt und jetzt selbst den Fotoapparat in der Hand. Sie ist ein Star in ihrer Branche, arbeitete unter anderem für Stern, Spiegel, Vogue oder den Playboy; unzählige Prominente ließen sich schon von ihr porträtieren: von Udo Jürgens über Kevin Costner bis hin zu Angelina Jolie. Gestern war GABO, deren Urgroßvater nach eigener Aussage in den 1920er Jahren das Hotel Bellevue leitete, erstmals in Dresden. Natürlich zum Arbeiten. Ihr Auftraggeber diesmal: der Semper Opernballverein. Denn dieser steckt mitten in den Vorbereitungen für den nächsten Ball.

Der findet 2015 zum 10. Mal statt. Ein Jubiläum, das entsprechend gefeiert und auf das natürlich schon im Vorfeld aufmerksam gemacht werden soll. Moderner, frischer soll das Erscheinungsbild werden, den künstlerischen Anspruch besser ins Licht rücken. Das Streifendesign ist out, Bordeauxrot ist in. Und GABO nach Auffassung von Ballchef Hans-Joachim Frey genau die Richtige, um DAS Foto zu schießen, mit dem der Verein den Ball "als nationale Marke mit internationalem Anspruch und regionaler Identität" vermarkten möchte. Auch wenn die Karten schon jetzt laut Frey so gut wie ausverkauft sind. "Die preiswertesten und die teuersten (1850 Euro, d. Red.) waren zuerst weg."

Arbeitsplatz für GABO war gestern die Semperoper. Ihr Model: Balletttänzerin Courtney Richardson im Kleid, das der Dresdner Designer Uwe Herrmann für den Jubiläumsball entworfen hat. 600 Fotos habe sie gemacht, so viele wie noch nie bei einer Session. "Sonst sind es 10 bis 15 Klicks pro Motiv", sagt GABO, die sich diesmal allein nicht für ein Foto - DAS Foto entscheiden wollte. "Es sind so viele gute Fotos entstanden, dass ich aufgehört habe, das Beste zu finden." Richardson sei "eine tolle, starke und inspirierende Persönlichkeit, ein bisschen wie die Callas", schwärmt die charismatische Fotografin. "Das finde ich viel wichtiger als eine glatte Schönheit wie ein Mozarella."

Bodenständig, unkompliziert, offen und fröhlich ist GABO, mit feinen Antennen für den, den sie fotografiert. Als sie Schauspieler Warren Beatty vor der Linse hatte, habe sich dieser, wenn sie in einem bestimmten Winkel fotografierte, immer weggedreht. "Ich respektiere das. Die Kamera ist schon ein Waffe", ist sie sich bewusst. "Aber ich ballere nicht ab, sondern finde immer die Schokoladenseite." Sie selbst lässt sich nur sehr ungern fotografieren. "Nur wenn ich verkleidet und stark geschminkt bin, fällt mir das nicht so schwer."

Kleider seien nicht so ihr Fall, sagt GABO. Am liebsten trage sie Karohemd und Reiterhosen, sehe sich eher als "bäuerlichen, rockigen" Typ. Doch zum Semperopernball "muss ich wohl mal ein Kleid anziehen", schmunzelt sie. Kommen will sie mit ihrem Freund. "Wenn er dann noch mein Freund ist", hofft sie. Denn die Liebe ist noch ganz frisch.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.06.2014

Catrin Steinbach

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