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Heiligabend bei "Kentucky Fried Chicken": So feiern ausgewanderte Dresdner Weihnachten

Heiligabend bei "Kentucky Fried Chicken": So feiern ausgewanderte Dresdner Weihnachten

Im Wohnzimmer steht ein Tannenbaum mit Weihnachtsschmuck. Auf dem Tisch steht eine Gans mit Klößen. So oder so ähnlich feiern viele deutsche Familien Weihnachten.

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Weihnachtsstimmung in Tokio.

Quelle: Maik Vlcek

Doch wie erleben Dresdner in fernen Ländern die Feiertage? DNN-Online hat mit dreien von ihnen gesprochen.

Der 28-jährige Maik Vclek verbringt das Weihnachtsfest in diesem Jahr in Japans Hauptstadt Tokio. Er absolviert gerade ein Praktikum bei japanischen Technikhersteller Fuji-Film. Weihnachten wird im Land der aufgehenden Sonne weniger in der Familie, sondern vielmehr als Paar gefeiert.

„Meine Nachbarn haben mir erzählt, dass es in Japan sehr wichtig ist, zu Weihnachten mit einem Mädchen auszugehen. Wer kein Date hat, ist arm dran“, erzählt Maik lachend. In Japan angekommen ist die Tradition, Ente und Gans an den Feiertagen zu essen. „Ich hielt es erst für einen Scherz, aber am 24. Dezember ist Kentucky Fried Chicken schon jetzt restlos ausgebucht.“ Doch die Adventszeit in Deutschland fehlt dem Weitgereisten dann doch.

„Ich vermisse die Adventszeit mit der Familie und den guten Dresdner Stollen ganz besonders. Im letzten Jahr habe ich mit ein paar Engländern in meiner Alleskönner-Mikrowelle ein Hexenhaus gebacken und zusammengebaut - da kam richtige Weihnachtsstimmung auf.“

Ein bisschen wehmütig ist auch Hanna Daum in Nicaragua. „Ich bestehe auch im Warmen auf einen Adventskranz und Kitschzeug. Außerdem werden wir krampfhaft versuchen, einen echten Weihnachtsbaum aufzustellen. Hier gibt es leider hauptsächlich neonrote Exemplare aus Plastik“, bedauert die Deutschlehrerin, die in dem mittelamerikanischen Land arbeitet. „Mir fehlen die Plätzchen und die Kälte, die ja irgendwie zu Weihnachten dazugehört. Bei uns ist eben dauerhaft warm.“

Traditionelle Bräuche wie in Deutschland gibt es in dem südamerikanischen Land nicht, erzählt die ausgewanderte Dresdnerin. Im Kreise der Familie wird gemütlich gegessen. Die nordamerikanische Tradition des Truthahn-Essens sei inzwischen weit verbreitet.

In amerikanischen Tennesse hat Marco Brun im letzten Jahr sein Weihnachtsfest verbracht. Am Heiligabend kam die ganze Familie zum Gottesdienst und gemeinsamen Essen zusammen. „Meine Gastmutter hat ein reichhaltiges Buffet mit einem Honigkrustenbraten, verschiedenen Gemüse wie Bohnen, Maiskolben, Kartoffelpüree und süßem Dessert. „Alkohol gab es in meiner Familie keinen, ist aber sicher abhängig vom Glauben. Wenn alle zusammengekommen sind, verteilt man untereinander ein paar Geschenke.“

Die eigentliche Bescherung passiert dann in der Nacht zum Christmas Day. Santa Claus kommt durch den Kamin und legt jedem Familienmitglied in die Socken oder legt die großen Geschenke unter den übermäßig kitschig geschmückten Weihnachtsbaum, erzählt der ehemalige Austauschschüler Marco. Während des Gottesdienstes wird die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel zitiert und gemeinsam Weihnachtslieder gesungen.

Julia Vollmer

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