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Haarefärben bei Männern: Modern oder uncool

Haarefärben bei Männern: Modern oder uncool

Für Frauen ist das Färben oder Tönen der Haare schon lange zu einem Bestandteil des Friseurbesuches geworden. Doch wie gehen Männer mit diesem Thema um? Der erste Vorsitzende des Semperopernballvereins Hans-Joachim Frey zeigte seine Einstellung in den vergangenen Tagen deutlich: Er ließ sein Haar von Schlohweiß in einen auffälligen Kupferton umfärben.

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Die Friseur-Azubine Smolenski Nadiya färbt Ben List im "Haardesign" die Haare. Dabei trägt sie eine natürliche Farbe auf, die später kaum zu sehen ist.

Quelle: Martin Förster

Auch die Dresdner Friseursalons sehen diese Tendenz. Allerdings lassen die meisten Männer ihre Haare tönen und nicht färben. "Der Trend ist momentan im Kommen. Vor zwei Jahren war das noch nicht üblich", erklärt Dennis Bennak, Geselle im Friseurstudio "Knievel" an der Helgolandstraße. Dennoch sind auffällige Farbexperimente eher selten. "Die meisten Männer lassen sich ihre natürliche Haarfarbe nur verfeinern. Meistens sind das Geschäftsleute, die immer jung und dynamisch aussehen wollen. Bauarbeiter kommen beispielsweise eher selten zum Tönen", erzählt der Geselle.

Madlen Wenerski, die ihren Salon "Haardesign" an der Ostra-Allee betreibt, ist der Meinung, dass ein Mann ein Mann bleiben sollte. "Mit Naturtönungen die Haarfarbe aufzufrischen, wird auch bei uns gelegentlich gemacht, aber größere Veränderungen haben wir kaum", erklärt Wenerski. Das liege vor allem daran, dass Männer nicht wollen, dass die Veränderung ihrem Umfeld auffällt. Außerdem müssten sie nach dem Färben regelmäßig zum Friseur gehen. Mit einer einfachen Tönung ist das nicht nötig.

Mut zur Farbe beweisen laut Wenerski eher jüngere Männer, die sich ein paar Strähnchen machen lassen. "Das soll meistens in die Richtung ,Surfer-Look' gehen", erklärt die selbstständige Friseurin. Dennoch empfiehlt sie ihren Kunden, die Hände von großen Experimenten zu lassen.

Hans-Joachim Frey hat mit seiner neuen Farbe so einige Blicke auf sich gezogen. Doch der Trend zu auffälligen Farben wird sich wohl nicht durchsetzen. Die Dresdner Friseure sind sich einig - das Motto für den Mann lautet daher: Natürlichkeit.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.07.2012

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