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Große Tierliebe: Freunde des Zoos in Dresden spenden fünf Millionen Euro

Große Tierliebe: Freunde des Zoos in Dresden spenden fünf Millionen Euro

Die Liebe der Dresdner zum Zoo ist beträchtlich: Mehr als fünf Millionen Euro haben private Spender und Firmen seit Gründung des Zoofreunde-Vereins im November 1992 gespendet.

Genau genommen 5,18 Millionen Euro flossen nach Informationen von Präsident Ralf Leidel in insgesamt 28 verschiedene Projekte.

Allein im vergangenen Jahr haben die Zoofreunde 200 000 Euro für die Koala-Anlage, 50 000 Euro für das Panda- und 20 000 Euro für das Erdmännchen-Gehege gespendet. Weitere 60 000 Euro sind in die neue Anlage für die Schneeleoparden geflossen, die 2012 fertig geworden ist. Komplett finanziert hat der Zoofreunde-Verein Ibisvoliere und -winterhaus (1,3 Millionen Euro), den Zoo unter der Erde (400 000 Euro) und die Pinguin-Anlage (100 000 Euro). "In diesem Jahr sind die Pelikane und die Riesenschildkröten Hugo 1 und 2 an der Reihe", berichtet Leidel. Sie brauchen neue Winterquartiere. Jeweils 43 000 Euro kommen hierfür von den Zoofreunden. Bislang werden die neun Pelikane in der kalten Jahreszeit recht beengt im Ibis-Winterhaus und die beiden uralten Schildkröten im Antilopenhaus untergebracht.

Die Zoofreunde finanzieren nicht nur den Bau neuer Anlagen, sondern sammeln auch Geld für nicht gerade billige, aber notwendige Abbrucharbeiten. "30 000 Euro haben wir für den Abriss des alten Primatenhauses gespendet, 26 000 Euro für den Abbruch des Raubtierhauses und den Interimsbau für die Elefanten", weiß Leidel. Dort sollen Drumbo, Mogli und Sawu vorübergehend einquartiert werden, wenn das Afrikahaus umfassend saniert wird (DNN berichteten).

Etwa 60 000 Euro an Spenden sammeln die Zoofreunde pro Jahr. Wieviel Geld die Leute geben, sei sehr unterschiedlich, erklärt der Zoofreunde-Chef. Auch Erbschaften seien darunter. "Ein älteres Ehepaar spendet jedes Jahr etwa 5000 Euro", nennt Leidel ein Beispiel. Bestimmt 50 000 Euro hätten die beiden im Laufe der Jahre dem Zoo schon angedeihen lassen. Die mit Sicherheit größte Summe sei Ende der 1990er Jahre von der Dresdner Bank gekommen. 2,5 Millionen Mark habe das Geldinstitut damals für das Afrikahaus locker gemacht.

Dass der Zoo auf Spenden angewiesen ist, zeigt der drastische Rückgang der städtischen Investitionsmittel: "Eine Million Euro pro Jahr bekommt der Zoo noch, das ist nicht gerade rosig", moniert Leidel. Zum Vergleich: 2010 seien es noch vier Millionen Euro gewesen.

Dem Verein gehören rund 500, vorwiegend ältere Mitglieder an. Das Durchschnittsalter beträgt Leidel zufolge 58 Jahre. "Unser jüngstes Mitglied ist 5, das älteste 92 Jahre", sagt er. 70 Kinder und Jugendliche sind Mitglied im "Club der jungen Zoofreunde". "Angefangen haben wir mit 68 Gründungsmitgliedern", erinnert sich Leidel.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.02.2014

Richter, Katrin

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