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Greenpeace wirbt in Dresden mit Kleidertauschparty für bewussten Modekonsum

Greenpeace wirbt in Dresden mit Kleidertauschparty für bewussten Modekonsum

Voller Kleiderschrank und trotzdem nichts anzuziehen - so mancher kennt die Situation. Mit einer Kleidertauschparty zeigte gestern die Dresdner Greenpeacegruppe, dass es ökologische Alternativen zum Neukauf gibt.

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Stefanie (27) und Josephine (32/v.l.) wurden gestern fündig beim Kleidertausch im Greenpeace-Laden in der Dresdner Neustadt.

Quelle: Christian Juppe

Bei der Veranstaltung in der Martin-Luther-Straße 11 konnten Interessierte Kleidung mitbringen, die sie selbst nicht mehr tragen und dafür das mitnehmen, was andere nicht mehr brauchen.

"Vielen Menschen ist nicht bewusst, welche Auswirkungen Kleiderproduktion auf die Umwelt hat", sagte Friederike Thomas von Greenpeace Dresden. In der herkömmlichen Produktion würden viele Chemikalien wie Weichmacher und giftige Farbstoffe eingesetzt, die Mensch und Umwelt belasten, erklärte die 21-jährige Studentin. Aber auch ökologisch produzierte Kleidung belaste die Natur, beispielsweise durch den wasserintensiven Anbau von Baumwolle. "Wenn wir unsere Kleidung länger tragen, können wir Umweltschäden entgegenwirken: Durch weniger Konsum wird weniger Baumwolle angebaut. Außerdem werden nicht so viele Chemikalien eingesetzt", so die Schlussfolgerung von der Umweltaktivistin. Die Kleidertauschparty soll Anreiz zum bewussteren Modekonsum geben.

Im Gespräch mit rund 300 Tauschfreudigen stellte die Greenpeacegruppe auch ihren Ratgeber "Sauber kleiden in Dresden" vor. Auf einer Karte sind Secondhandläden und Geschäfte eingezeichnet, die ökologisch produzierte Kleidung anbieten. Außerdem informiert die Organisation darin über Gütesiegel, die umweltfreundliche Kleider kennzeichnen.

Inspiriert wurde die Kleidertauschaktion von der weltweiten Greenpeace Kampagne "Detox". Darin fordert die Umweltorganisation Modemarken auf, schädliche Chemikalien durch ungefährliche Alternativen zu ersetzen. Bisher sind 14 Unternehmen der Aufforderung gefolgt. Marken wie Zara und zuletzt Victoria's Secret haben sich verpflichtet, bis 2020 ihre Produktion zu entgiften.

Friederike Thomas ist zufrieden mit dem Kleidertausch. "Die Menschen sind sehr interessiert an der weltweiten Kampagne. Heute konnten wir darüber informieren, wie man vor Ort selbst tätig werden kann - durch Kleidertausch, Secondhandkauf oder ökologisches Shopping."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.05.2013

Miriam Kruse

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