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Glühweintest auf dem Dresdner Striezelmarkt: Weißer vom Winzer schlägt Roten vom Sterne-Stand

Glühweintest auf dem Dresdner Striezelmarkt: Weißer vom Winzer schlägt Roten vom Sterne-Stand

Vier Glühweine von verschiedenen Ständen haben sich unsere drei Probanden beim Glühweintest auf dem Dresdner Striezelmarkt schmecken lassen. Sie fanden einen Überraschungssieger und eine Enttäuschung.

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V.l.: Petra Händler, Michael Esche, und Sandra Händler beim Glühweintest auf dem Dresdner Striezelmarkt.

Quelle: Dominik Brüggemann

Dienstagnachmittag. Wir treffen unsere drei Probanden an ihrem Lieblings-Glühweinstand vom Weingut Keth, den sie seit zwei Jahren treu besuchen.

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Die diesjährigen Tassen des Striezelmarktes. Das Pfand von 2,50 kann an allen Ständen eingetauscht werden.

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„Hier schmeckt der Glühwein nicht zu süß, schön würzig und ausgewogen", sagt Michael Esche über das rheinhessische Erzeugnis. Der 30-jährige stellvertretende Küchenchef im Italienischen Dörfchen bildet mit seiner Freundin, der gleichaltrigen Sandra Händler, Restaurantfachfrau, und deren Mutter Petra Händler (54, Betreuungsassistentin) unser DNN-Glühwein-Testteam. In einer Kategorie bleibt ihr Liebling an diesem Abend ungeschlagen: Kein anderer der getesteten Glühweine ist billiger als 2,50 Euro.

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Dresdner Bäcker setzen den Riesenstollen für das Dresdner Stollenfest am Sonnabend zusammen.

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Mit dem feierlichen Anschnitt des Striezels wurde der Striezelmarkt auf dem Altmarkt von Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) eröffnet.

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Der nächste Stopp ist die liebevoll gestaltete Bude der Hoflößnitz. Wir bestellen weißen Winzerglühwein aus Radebeul für je drei Euro. Unsere Tester haben heimischen weißen Glühwein noch nicht getrunken und sind angenehm überrascht. Aromen von „Holunder, Apfel, Nelke" schmeckt Esche beim ersten Schluck. Seine Herzensdame Sandra Händler hat sogar ihren neuen Favoriten gefunden. „Für mich ist der genau richtig, nicht zu süß, aber lieblich", sagt sie. Nur ihre Mutter Petra ist nicht ganz überzeugt. „Der Glühweingeschmack fehlt", kanzelt sie den süffigen Weißen ab. „Der Rote von Keth war besser, weil er herzhafter ist."

Am Punschtürmchen probieren unsere drei Tester ebenfalls etwas Neues: Böhmischer Pflaumenpunsch. Der Preis hat sich mit 4,50 Euro je Tasse ordentlich gewaschen, dafür schwimmen in dem rötlichen Getränk Pflaumenhälften. „Sie schmecken unangenehm ausgelaugt", findet Sandra Händler, der der Punsch gar nicht gefällt. Generell sei er zu kühl, finden unsere Tester. Nach dem ersten Schluck schmecke man zwar eine angenehme Pflaumensüße mit Vanillenote, bald aber werde das Gebräu langweilig. Dafür genügt der rote Glühwein für drei Euro den Striezelmarkt-Standards. Zum Schluss sind unsere Tester auf Bean and Beluga neugierig. Der rote Glühwein für drei Euro je Tasse enttäuscht sie. „Zu viel Tannine", meint Esche. Was im edlen Bordeaux gewünscht ist, störe im Glühwein. „Der ist grantig", sagt Petra Händler über den bitteren Nachgeschmack. Immerhin kommt der weiße Glühwein besser weg. „Er schmeckt besser, aber nicht so gut wie der von der Hoflößnitz", sagt Sandra Händler.

Uwe Hofmann

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