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Gelb-Schwarz mit weißer Zipfelmütze: Dynamo Spieler versuchen sich beim Backen von Dresdner Christstollen

Gelb-Schwarz mit weißer Zipfelmütze: Dynamo Spieler versuchen sich beim Backen von Dresdner Christstollen

Sieben Dynamo-Spieler in weißen Zipfelmützen und ein Berg Stollenteig – so sah gestern Abend die Rezeptur für einen – mitunter unfreiwillig – komischen Rollentausch auf dem Weihnachtsmarkt auf der Hauptstraße aus.

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Da gab's was zu lachen: Die Dynamo-Spieler Cristian Fiél und Filip Trojan versuchen sich beim Stollenbacken.

Quelle: Uwe Hofmann

Dort versuchten Bäcker den Dynamos beizubringen, wie man echten Dresdner Christstollen bäckt.

Die Voraussetzung dafür waren denkbar schlecht: „Die einzigen Stollen, die ich kenne, schraube ich mir an meine Schuhe“, meinte Abwehrspieler Florian Jungwirth vor der Lehrstunde. Der gebürtige Bayer kennt sich nach eigenem Bekunden allein mit Weißwürsten aus. Auch Cristian Fiél wies Wissenslücken auf, als er den von ihm malträtierten Teigrohling als „Döner“ präsentierte.

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Dynamo-Spieler backen Christstollen auf dem Weihnachtsmarkt auf der Hauptstraße. Es gibt jedem Menge zu lachen, was zum lernen und schmecken tut es auch - zumindest nach Auskunft der backenden Spieler.

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Der ähnlich vorlaute Tscheche Filip Trojan, der nur mit Mühe unter der zu groß geratenen Bäckermütze hervorlugte, musste gar ermahnt werden, aus dem Stollenteig keine böhmischen Knödel zu formen. Einzig der stille Grieche Giannis Papadopoulos überraschte und entpuppte sich vor zahlreichen Zuschauern als Naturtalent, wie Bernd Richter, Chef des Bäcker-Fachvereins Dresden staunend anerkannte.

Wie schnell die Dynamos lernen können, bewies Offensivtalent Hasan Pepic, der bemerkte, dass Bäckermeister Steve Hauer beim Buttern der Stollen ein Fehler unterlief. Zuerst müssen natürlich die beim Backen verbrannten Rosinen vom Stollen gerieben werden, ehe man ihn mit warmer Butter und Zucker umhüllt. Hauer hatte es selbst demonstriert und dann in der Eile doch falsch gemacht, was Pepics gutem Auge nicht entgangen war.

So kam es letztlich zu einem verträglichen Ergebnis: Der Stollen schmecke gut, meinte Torjäger Mickael Poté, der sich verspätete, aber gerade noch rechtzeitig zum Verkosten der Stollen eingetroffen war. Als Stürmer beherrscht er offenbar die Kunst, immer dann da zu sein, wenn es darauf ankommt. Er hatte auch etwas anderes beizutragen, das nach dem Geschmack der Dynamo-Fans sein dürfte: Vier Punkte werde man in den verbleibenden zwei Spielen des Jahres noch holen, versprach Poté.

Einen ernsten Hintergrund hatte der Auftritt der Dynamos auf dem „Augustusmarkt“ getauften Weihnachtsmarkt auch: Die Dynamo-Striezel werden später über den Verein Sonnenstrahl krebskranken Kindern und Jugendlichen in Dresden gespendet. Sonnenstrahl wird ebenfalls einen Teil des Verkaufserlöses vom Riesenstollen erhalten, der beim Stollenfest am 8. Dezember unter die Dresdner gebracht wird.

Uwe Hofmann

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