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Geheimniskrämerei und Metamorphose der Semperoper zum Ballsaal

Geheimniskrämerei und Metamorphose der Semperoper zum Ballsaal

Er soll die große Überraschung werden, der dritte Preisträger des "Dresdner St. Georgs Orden des Semper Opernballs". "Den Namen verkünden wir erst, wenn er wirklich in Dresden ist.

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Im Zuschauerraum der Semperoper decken am Donnerstag Helfer die ersten Tische für den Opernball ein. 2302 Gäste werden am Freitag erwartet. Etwa 1800 Sitzplätze wurden geschaffen.

Quelle: Matthias Hiekel/dpa, lsn

Von Catrin Steinbach

Da sind wir abergläubisch", so Opernballvereinschef Hans-Joachim Frey gestern Nachmittag. Er erwartete die Ankunft des Preisträgers "in der Nacht. Vielleicht gibt es ja auch vier Preise", gab sich Frey geheimnisvoll und versicherte zugleich, dass definitiv klar sei, wer ausgezeichnet werde.

Jan Seeger setzt nicht auf Überraschungen. Der Technische Direktor der Semperoper verantwortet den aufwändigen Umbau der Staatsoper zu einem prächtigen Ballsaal. Das Zeitbudget dafür ist knapp. Alles ist perfekt geplant, muss wie am Schnürchen laufen.

"Am Montag, 22 Uhr - unmittelbar nach dem 5. Symphoniekonzert der Staatskapelle - haben wir mit dem Ausbau der Stühle begonnen." Das Parkett ist überbaut und auf Höhe der Bühne gebracht worden, die damit Teil eines riesigen Ballsaales ist. "Wir verlegen

400 Quadratmeter Tanzparkett ,

2400 Quadratmeter roten Teppich , installieren

43 Plasmadisplays , damit in allen Sälen das Programm verfolgt werden kann, bauen zusätzliche Audiotechnik mit

150 Lautsprecher n ein und ziehen

45 Kilometer Kabel ", zählt Seeger auf. "Wir arbeiten rund um die Uhr." Es laufe gut, so Seeger. Deswegen habe man sich dieses Jahr erstmals eine Pause gegönnt: "Von 2 bis 5 Uhr in der Nacht zum Donnerstag." Doch ansonsten werde durchgearbeitet. "Sonst schaffen wir es nicht."

Noch während am Donnerstag die Fußbodenleger keulten, deckte das Catering die Tische, schmückten die Floristen die Brüstungen der Ränge mit Rosen. Bühne frei heißt es heute Mittag, 12 Uhr, wenn die Generalprobe stattfindet. "18.59 Uhr machen wir den letzten Staubsauger aus, denn 19 Uhr beginnt der Einlass", sagt Seeger gelassen. Er selbst wird den Ball dann allerdings nicht genießen können, sondern im Produktionsbüro sitzen, Kameras und Meldesysteme überwachen sowie Ansprechpartner für die

120 Sicherheitskräfte bzw. Brandschutzhelfer sein. Die kamen vergangenes Jahr ganz schön ins Schwitzen. "Jemand hatte sich ins Bühnentreppenhaus verkrümelt und dort eine Zigarre angezündet", erzählt Seeger. "Nicht auszudenken, wenn der Raucher nicht rechtzeitig ertappt worden wäre und der Rauch die Alarmsysteme ausgelöst hätte." Aber es ging noch mal gut. "Rauchen ist in der Oper streng verboten", seufzt Seeger. Wer sich beim Ball unbedingt ein Pfeifchen anzünden möchte, könne das in Raucherzelten im Außenbereich.

Am Sonnabendmorgen, 5 Uhr, wenn die letzten Gäste des 7. Semperopernballes gegangen sind, starten die Technischen Mitarbeiter der Semperoper und Mitarbeiter von engagierten Unternehmen wieder durch. Denn dann wird der prächtigste Ballsaal Deutschlands wieder "zurückgebaut". "Sonnabendabend gibt es schon wieder die erste Probe, Sonntagvormittag findet 11 Uhr die nächste Vorstellung statt."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.01.2012

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