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Gabelstapler fahren um die Wette - Fingerspitzengefühl, Präzision und Schnelligkeit sind heute beim Staplercup gefordert

Gabelstapler fahren um die Wette - Fingerspitzengefühl, Präzision und Schnelligkeit sind heute beim Staplercup gefordert

Täglich dreht Andreas Bitterlich (35) bei seinem Arbeitgeber Von Ardenne Anlagentechnik mit dem Gabelstapler routiniert Runden. Für ihn ist kein Hindernis zu breit und keine Last zu schwer.

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Andreas Bitterlich vor seinem Arbeits- und Wettkampfgerät.

Doch immer nur in der Lagerhalle umher zu fahren, war ihm auf Dauer nicht genug. Deshalb nimmt er seit acht Jahren an der Deutschen Meisterschaft der Staplerfahrer teil.

Beim sogenannten "Staplercup" müssen die Teilnehmer an vier verschiedenen Stationen knifflige Aufgaben erfüllen. So gilt es, Lasten möglichst schnell über einen Parcours zu transportieren und dabei den Hindernissen sauber auszuweichen. Präzision ist auch gefragt. So war es vergangenes Jahr gefordert, einen Kugelschreiber an der Gabelspitze in eine Sektflasche fallen zu lassen. Dabei ist Vorsicht geboten, denn auch kleine Fehler werden bestraft. "2011 ist mir eine Europalette mit leeren Flaschen von der Gabel gefallen. Ich musste absteigen und alles wieder aufsammeln. Das kostete natürlich viel Zeit", erinnert sich Bitterlich. Beim Staplercup entscheiden oft Sekundenbruchteile zwischen Sieg und Niederlage. "Das Missgeschick im vergangenen Jahr hat mich wahrscheinlich die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft gekostet", ärgert er sich.

Bitterlich ist aber zuversichtlich, sich dieses Jahr auf einem der ersten zwei Plätze zu platzieren und sich damit für die Meisterschaft zu qualifizieren. Ob ihm das gelingen wird, entscheidet sich heute beim Qualifikationswettkampf in Dresden.

Auf dem Gelände der Carl Beutlhauser Baumaschinen GmbH am Augustusweg 10 treten heute von 9 bis 13 Uhr rund 50 Stapelfahrer aus Dresden und der Umgebung gegeneinander an. Besucher können den spannenden Wettkampf live miterleben und sich von der Präzision und dem Fingerspitzengefühl der Teilnehmer am Stapler beeindrucken lassen. Es besteht auch die Möglichkeit, selber einen Gabelstabler zu bewegen.

Bereits 2005 ins Leben gerufen, soll der Staplercup vor allem für die sicherheitstechnischen Aspekte beim Staplerfahren sensibilisieren. Bei über 12 000 meldepflichtigen Unfällen pro Jahr und der erwiesenen Tatsache, dass ausgebildete Fahrer deutlich seltener einen Unfall bauen als ihre nicht ausgebildeten Kollegen, hat der Hersteller Linde Material Handling als Organisator dieses Wettbewerbes das Thema Sicherheit als Motto des Staplercups etabliert. Schirmherr des Staplercups ist der Bundesminister für Wirtschaft Philipp Rösler (FDP). hh

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.06.2012

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