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Fotoshootings mit gerade mal 1,57 Metern: Dresdnerin Caroline ist Punkmodel

Fotoshootings mit gerade mal 1,57 Metern: Dresdnerin Caroline ist Punkmodel

Caroline Lindner hat zehn Piercings, sechs Tatoos, ist gerade mal 1,57 Meter groß und dennoch arbeitet sie nach ihrem Feierabend als Model. Auch ihre Fotos sind nicht unbedingt typisch, fallen eher außergewöhnlich aus.

Die 22-Jährige nennt sich Snow-White* und hat vor drei Jahren die Freude am Posieren vor der Kamera entdeckt. Hinter dem Künstlernamen steckt eine einfache Erklärung: "Als ich angefangen habe, Fotos zu machen, hatte ich schwarze Haare. Außerdem bin ich von Natur aus ein eher blasser Hauttyp. Der Name Schneewittchen beziehungsweise Snow-White erschien mir deswegen ganz passend", erzählt das Hobby-Model.

Schon früher hat sie gerne mit Photoshop an Bildern herum gebastelt, hat schließlich sogar eine Ausbildung zur gestalterisch-technischen Assistentin gemacht. Selber vor der Kamera zu stehen kam ihr damals noch nicht in den Sinn. "2009 habe ich von einer Freundin Fotos gesehen und habe mir gedacht: Das kann ich auch", erzählt die Dresdnerin. Sofort hat sie sich auf der Internetplattform "modelkartei.de" angemeldet und erhielt kurze Zeit später die ersten Aufträge. Geld nimmt sie für ihre Shootings nicht. "Das Modeln ist ein Hobby von mir und ich mache es einfach gerne. Wenn jemand Honorar zahlt, bin ich natürlich auch nicht böse", sagt Caroline.

Als Mensch ist sie sehr wandelbar, lässt sich ungern in eine feste Schublade stecken. "Als ich 13 oder 14 war, war ich von dem Stil Gothik total fasziniert, aber heute gestalte ich mein Aussehen wie mir gerade ist. Manchmal bin ich Punk, dann sehe ich mal wieder völlig normal aus und gelegentlich bin ich auch mal eine typische Püppi. Aber am Ende bin es immer noch ich selbst", erzählt die IT-Systemkauffrau. Diese Wandelbarkeit spiegelt sich in ihren Fotos wider. Wirken manche schon fast gruselig und eklig, so sind andere wiederum elegant und geheimnisvoll. Gerade das unterscheide Caroline auch von den typischen Heidi-Klum-Models. "Diese Mädels haben alle einen perfekten Körper und sind durch ihre langen Beine mindestens 1,80 Meter groß. Ich bin mit 1,57 Meter und kleinen Rundungen eben was völlig anderes und irgendwie auch einzigartig", beschreibt die 22-Jährige sich selbst. Grenzen beim Shooting hat Caroline kaum. Ist der Fotograf seriös, erklärt sie sich durchaus auch für Aktfotos bereit. Die sogenannte freizügige Aktfotografie, wie sie öfters in Erotikfilmen zu sehen ist, will sie aber nicht machen. "Das ist mir dann doch zu viel des Guten", erklärt die gelernte Gestalterin.

Ihr Stil scheint gefragt zu sein, regelmäßig bekommt sie neue Aufträge. Erst vor wenigen Wochen hat sie ein Graffiti-Sprayer für ein ein Kalendershooting gebucht. "Das war was ganz Neues für mich. Der Künstler wollte für den Monat Dezember ein düsteres Bild und hat mich dafür ausgewählt", erzählt Caroline immer noch begeistert.

Hauptberuflich will sie aber nicht als Model arbeiten. Für sie soll es ein Hobby bleiben. "Wenn man sein Hobby zum Beruf macht, hat man meistens keine Freude mehr daran. Ich will mir diese Freude am Shooten aber nicht nehmen lassen", erzählt die Dresdnerin. Besonders stolz auf ihre Fotos sind die Eltern von Caroline. Kurz vor dem Stadtteilfest Bunte Republik Neustadt ließ sie Sticker und Flyer von ihrer Modelarbeit drucken. "Mein Papa hat sich sofort einen geschnappt und auf Arbeit herum gezeigt", erzählt das Hobby-Model.

Für die Zukunft wünscht sie sich einzig und allein mehr Bekanntheit: "Ich habe zum Beispiel auf Facebook meine Künstlerseite. Wenn diese einfach ein paar mehr Leute besuchen würden, wäre das schon toll." Ansonsten möchte sie einfach ihrem Hobby weiter nachgehen, um im Alter ein paar schöne Erinnerungen an ihre Jugend zu haben.

Mehr Fotos von Caroline auf www.facebook. com/#!/snow.white.DD

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.08.2012

Nadine Steinmann

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