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Fest in der Krise: Ein Besuch auf der Dresdner Vogelwiese

Fest in der Krise: Ein Besuch auf der Dresdner Vogelwiese

Die Dresdner Vogelwiese kann auf eine über 500-jährige Geschichte zurückblicken. Was als Fest für Vogelschützen startete, ist heute ein Rummel mit Riesenrad, gebrannten Mandeln und wenigen Fahrgeschäften, die das kurze Amüsement versprechen.

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Die Dresdner Vogelwiese am Sonnabend.

Quelle: Dominik Brüggemann

Allerdings steckt das Fest in der Krise. Das schlechte Wetter habe Schuld daran, erklärten die Veranstalter die niedrigen Besuchszahlen in den vergangenen Jahren.

Am Sonnabend senkte sich die Sonne goldfarben über den Rummelplatz. Der Regen blieb aus, die Temperaturen waren mild. Die Besuchermassen blieben dem bunten Farbspektakel trotzdem fern.

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Die Dresdner Vogelwiese gibt es seit über 500 Jahren. Inzwischen kommen immer weniger Besucher auf den Rummel.

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Dosen werfen, Luftgewehr schießen und Nieten ziehen: Eine Innovationsschmiede der Unterhaltung ist der Rummel am Elbufer nicht. Rambo und Terminator, Filmhelden der 80er-Jahre, blicken von Werbetafeln herab. Das „lustige Kugelstechen“ ähnelt eher einem Biegen und Brechen. Die Anpreisungen des Nietenverkäufers klingen anklagend. Selbst das romantische Riesenrad hebt nur wenige Pärchen in luftige Höhen.

Das traditionsreiche Fest setzt auch bei der Werbung auf herkömmliche Mittel. Plakate im Stadtgebiet sollen die Besucher anlocken. Eine Homepage gibt es nicht. Inzwischen öffnet das Volksfest nur noch für fünf Tage seine Pforten. Am Montagabend ist vorerst wieder Schluss, bevor im Herbst die Schausteller wieder anrücken sollen und auf mehr Gäste hoffen.

Der Dresdner Schaustellerverband zog am Sonntag unterdessen ein zufriedenes Zwischenfazit. "Heute Nachmittag ist richtig was los", berichtete Sprecher Robert Hoffmann vom Fest. Und auch die Schausteller seien seiner Meinung bislang zufrieden mit den bisherigen Besucherzahlen. Der Herbst soll dann ebenfalls positiv ausfallen. "Wir planen einen Halloween-Abend, eine Ladysnight und wieder ein Feuerwerk", verriet Hoffmann im Telefonat. Neue Wege wolle man auch im Internet gehen. Eine Facebookseite sowie eine ansehnliche Internetpräsenz soll künftig vorab mehr Informationen bieten.

Dominik Brüggemann

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