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Erste Bio-Mensa Deutschlands an der TU Dresden eröffnet – Studenten kritisieren geringe Auswahl

Erste Bio-Mensa Deutschlands an der TU Dresden eröffnet – Studenten kritisieren geringe Auswahl

An der TU Dresden hat die bundesweit erste reine Bio-Mensa eröffnet. Im Potthoff-Bau am Fritz-Förster-Platz werden künftig nur noch Bio-Speisen zubereitet. Seit die großen Lebensmittelketten auf den Zug aufgesprungen sind, wird „Bio“ immer populärer.

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Geodäsie-Student Max von Moszczenski in der neuen Bio-Mensa an der TU Dresden.

Quelle: Carola Fritzsche

Doch der Weg in die neue Mensa im Keller des Potthoff-Baus ist ein kleines Abenteuer. Wer sich nicht auskennt, landet schnell auf der angrenzenden Baustelle. Nur ein paar zerknautschte Luftballons, die an einem Bauzaun befestigt sind, weisen darauf hin, dass hier etwas neu eröffnet wurde. Der Raum in den Kellergewölben ist erstaunlich klein. Lediglich 60 Sitzplätze fasst die neue Bio-Mensa. Aber sie ist ja auch für ein ausgewähltes Publikum gedacht.

Ab sofort kann hier wochentags von 8 bis 17 Uhr ökologisch gespeist werden. Der Preis für die Portionen ist wegen der besonderen Qualität der Produkte etwas teurer als anderswo: 2,80 Euro bezahlen Studenten zum Beispiel für den Gemüsebratling mit Bratkartoffeln, 4,30 Euro müssen Nicht-Studenten hinblättern. Zwei verschiedene Hauptgerichte sowie Suppen und Salate geben die vier jungen Mitarbeiter der neuen Mensa pro Tag aus.

Die Ausrichtung zum Bio-Essen ergab sich aus einer Online-Umfrage, an der 14 Prozent der TU-Studenten und Mitarbeiter teilnahmen. Davon empfanden 80 Prozent die Idee einer reinen Bio-Mensa als positiv, 66 Prozent gaben an, dass sie die neue Mensa nutzen würden.

Am Eröffnungstag war sie bis auf den letzten Platz besetzt. Wie sich das biologische Konzept in Zukunft bewährt, wird sich zeigen. Kritikpunkte sind allerdings das einseitige Essensangebot und die fehlenden Hinweise, was genau das Essen biologisch macht. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass man bei dem Angebot mehr als einmal in der Woche die Bio Mensa besucht“, kritisiert beispielsweise Chemiestudent Felix Hippauf die geringe Auswahl.

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Wurst statt Gemüse hieß es auf der Wiese vor dem Willersbau.

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Julia Nierig, Studentin des Wirtschaftsingenieurwesens, wünscht sich noch mehr Infos darüber, was auf den Tellern liegt. „Am besten wäre ein Flyer, auf dem steht, wo das Essen herkommt, wer es produziert hat und inwiefern dadurch jetzt die Umwelt geschont wurde. Dann weiß man auch, wofür man bezahlt“, schlägt sie vor.

Niklas Gangloff studiert Chemie im letzten Mastersemester. Er hat bei der Umfrage für die neue Bio-Mensa gestimmt. „Ich freue mich, dass das Konzept jetzt tatsächlich durchgesetzt wird.“

Auch Sarah Lorinser begrüßt die neue Vielfalt auf dem Speiseplan. Sie studiert Wirtschaftsingenieurwesen und hat von der neuen Mensa nur durch eine Freundin erfahren. „Ich war überrascht, dass so wenig Werbung gemacht wurde. Auch die Ausschilderung auf dem Campus ist noch verbesserungswürdig. Aber so ist es hier wenigstens nicht so überlaufen.“

A.N.

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