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Erkennt hier jemand seinen Schlüssel - Das städtische Fundbüro nimmt sich verlorener Dinge an / gesondertes Verfahren bei Portemonnaies

Erkennt hier jemand seinen Schlüssel - Das städtische Fundbüro nimmt sich verlorener Dinge an / gesondertes Verfahren bei Portemonnaies

der Hausschlüssel ist weg. Sicher hat jeder schon einmal etwas verloren, stehen oder liegen gelassen. Das städtische Fundbüro an der Theaterstraße 13 hat mit durchschnittlich 10 000 Fundsachen im Jahr allerhand zu tun.

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Quelle: Andor Schlegel

Oh Schreck. Von juliane just

Oh Schreck - der Hausschlüssel ist weg. Sicher hat jeder schon einmal etwas verloren, stehen oder liegen gelassen. Und nun? Was tun?

Das städtische Fundbüro an der Theaterstraße 13 hat mit durchschnittlich 10 000 Fundsachen im Jahr allerhand zu tun. Dienstags und donnerstags ist das Fundbüro von 9 bis 18 Uhr geöffnet, freitags von 9 bis 12 Uhr. Doch was verlieren die Leute? "Es bleibt eigentlich alles Mögliche liegen. Angefangen von Einkaufstüten, EC-Karten, Geldbörsen, Mützen, Autoschlüssel, aber auch Handys", sagt ein Sprecher der Centrumgalerie. Einen kuriosen Fund machte vor ein paar Jahren ein Mitarbeiter der Altmarktgalerie - er fand ein Gebiss. "Ungewöhnlichster Verlust war mal die komplette Tageseinnahme einer Apotheke. Der Apotheker war heilfroh, als er seine Aktentasche vollständig wiederbekam", erzählt Falk Lösch, Pressesprecher der DVB. Natürlich kommt nicht jeder Fund auch zurück, einige Sachen bleiben für immer verschwunden.

Der Verlust von Portemonnaies ist wohl das Schlimmste. EC-Karten, Bargeld, Ausweise und wichtige andere Dinge finden darin Platz. Wegen der Besonderheit der Portemonnaies werden diese bei den Einkaufspassagen sowie bei den Verkehrsbetrieben gesondert behandelt. Alle drei Unternehmen schauen nach einer Telefonnummer und versuchen, den Besitzer des Geldbeutels zu benachrichtigen. "Speziell Kreditkarten, Portemonnaies, Ausweise und Pässe werden maximal drei Tage bei uns aufgehoben, dann werden sie dem Fundbüro der Stadt Dresden übergeben", erklärt der Sprecher der Centrumgalerie. Ebenso verfahren die DVB. Die Altmarktgalerie hingegen übergibt die Portemonnaies der Polizei.

Im Fundbüro werden alle eingehenden Fundsachen mit einer Fundnummer registriert. Ebenso bei Portemonnaies, dort wird jedoch der gesamte Inhalt registriert und das darin enthaltene Geld auf ein Verwahrkonto eingezahlt. Bei Abholung wird dem Besitzer der Betrag zurückerstattet. Dokumente wie Personalausweise oder Führerscheine werden unverzüglich nach Eingang an die ausstellende Behörde gesandt. "Dies führt bei den Besitzern immer wieder zu Verdruss, wird aber von den ausstellenden Behörden so verlangt. Es ist sicherzustellen, dass kein Missbrauch mit den Dokumenten geschieht", sagt Nora Jantzen, Pressesprecherin der Stadt.

Das Fundbüro veranstaltet vierteljährlich Versteigerungen der Fundsachen. 250 bis 350 Personen bieten dabei meist mit. "Die Aufbewahrungszeit von Fundsachen beträgt sechs Monate. Ein Großteil der Gegenstände wird an gemeinnützige Einrichtungen gespendet oder muss entsorgt werden", erklärt Jantzen weiter.

Unter folgenden Telefonnummern können Sie nach verlorenen Dingen fragen:

- Städtisches Fundbüro: 488 59 96

- Altmarktgalerie: 48 20 40

- Centrumgalerie: 4 81 70 87

- DVB 8 57 10 11

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.05.2012

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