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Elbhangfest zittert vor steigendem Pegel

Elbhangfest zittert vor steigendem Pegel

Die Elbe macht es spannend bis zur letzten Minute. Wird das Hochwasser weiter steigen? Welcher Pegelstand ist zu erwarten? Müssen Veranstaltungen ausfallen? "Das wird sich alles spontan entscheiden", erklärte Jorinde Unger, Geschäftsführerin des traditionellen Dresdner Elbhangfestes, gestern gegenüber den DNN.

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Jorinde Unger, Geschäftsführerin: "Das Elbhangfest wird nicht abgesagt. Doch wenn es so weit kommt, dass Anwohner Hilfe brauchen, dann helfen wir."

Quelle: Carola Fritzsche

"Das Elbhangfest wird nicht abgesagt, doch wenn es so weit kommt, dass Anwohner Hilfe brauchen, dann helfen wir."

Erst vor knapp drei Wochen hatte die Elbe die Flusswiesen und Elbhänge von Loschwitz überschwemmt. Viele Anwohner mussten ihre Keller räumen, wenn nicht gar ihre Wohnzimmer. Das Wasser stand vielen bis ins Erdgeschoss. Nach den Aufräumarbeiten der vergangenen Wochen haben nun die ersten Bewohner wieder angefangen, ihren Keller auszuräumen. Der Pegel der Elbe soll in den nächsten Tagen bis auf 5,60 Meter steigen.

Das Wasser könnte auch logistische Auswirkungen auf die 23. Auflage des Elbhangfestes haben. Der Schiffsverkehr - dazu gehören alle Fähren und auch die Schiffe der Sächsischen Dampfschifffahrt - dürfen nur bis zu einem Pegelstand von fünf Metern auf der Elbe verkehren. Ganz zu schweigen von dem traditionellen Dresdner Drachenbootrennen: Aus Sicherheitsgründen mussten die Organisatoren des Wassersportvereins "Am Blauen Wunder" gestern das Wettrennen der Drachenboote absagen. Darüber informierte das Wasser- und Schifffahrtsamt Dresden. Die Organisatoren des Drachenbootfestivals von der Agentur Simon-Veranstaltungsmanagement äußerten sich bis gestern Abend selbst nicht zu der Angelegenheit.

Je mehr Wasser die Elbe führt, desto höher wird ihre Fließgeschwindigkeit. Bei der aktuellen Strömung ist es mit den kleinen Drachenbooten in der Elbe einerseits gefährlich, andererseits dürfte es schwierig sein, die Boote gegen die Strömung zum Startpunkt zu manövrieren.

Trotz aller Widrigkeiten lassen sich die Macher des Elbhangfestes jedoch nicht den Wind aus den Segeln nehmen. "Der vom Hochwasser schwer getroffene Elbhang soll nicht auch noch seine Sommerattraktion verlieren", hieß es aus dem Büro der Veranstalter. Das Fest werde in diesem Jahr auch und besonders den Betroffenen gewidmet werden. Hilfe brauchen zum Beispiel der Elbegarten, der Pferdehof Schmidt, der "Gare de la Lune" sowie der Elbhangtreff. Bei einem Benefizkonzert in der Loschwitzer Kirche am Sonntag, 9. Juni um 17 Uhr können Gäste ebenso spenden wie durch das Einwerfen kleiner und größerer Summen in die leuchtend gelben Gummistiefel, die überall auf dem Festgelände verteilt sein werden.

Neu ist in diesem Jahr der Festspielzug. Statt der gewohnten Schaubilder zum Festumzug kommen die Gäste nach der Eröffnung am Sonnabend in den Genuss kleiner szenischer Theaterstücke, in welchen die Opern Richard Wagners nachgestellt werden.

Das Schloss Pillnitz wird in diesem Jahr (voraussichtlich) das letzte Mal dabei sein. An dem Eintritt für den Schlosspark haben sich die Meinungen entzweit. Bei einer weiteren Teilnahme müssten die Mitglieder des Elbhangfestvereins in einer Kooperation den Eintritt in den Schlosspark Pillnitz anerkennen. Das hatte eine Zweidrittel-Mehrheit abgelehnt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.06.2013

Katrin Tominski

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