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Eiseskälte treibt Dresdner Zootiere ins Warme - und sorgt für Fluchtgefahr bei den Affen

Eiseskälte treibt Dresdner Zootiere ins Warme - und sorgt für Fluchtgefahr bei den Affen

Die derzeitige Eiseskälte ist nicht jedermanns Fall. Wie bei den Menschen gibt es auch bei den Tieren solche, die bei den derzeitigen Temperaturen voll in ihrem Element sind, und solche, die es eher ins Warme zieht.

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Die Elefanten im Dresdner Zoo müssen bei der derzeitigen Eiseskälte den größten Teil des Tages in ihrem Innengehege verbringen.

Quelle: Catrin Steinbach

Im Dresdner Zoo gibt es deshalb derzeit alle Hände voll zu tun, um in tropischen Gefilden heimische Tiere vor der Kälte zu schützen.

Polarfüchse, Schneeleoparden und kaukasische Steinböcke finden im klimatisch eher gemäßigten Dresden derzeit quasi heimische Bedingungen vor. Kälte und Schnee liegen ihnen quasi im Blut, denn in ihren angestammten Lebensräumen herrschen solche Witterungen einen guten Teil des Jahres über. Sie dürften sich dank Sibirien-Hoch Cooper derzeit pudelwohl im Dresdner Zoo fühlen.

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Ein totes Blesshuhn liegt in der Eisfläche vom gefrorenen Maschsee in Hannover. Foto: Julian Stratenschulte

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Anders sieht das bei einigen Arten aus, die aus tropischen Gebieten stammen, beispielsweise viele Vogel- und Antilopenarten. Pelikane und Flamingos wurden deshalb in ihre Winterquartiere verlegt. Insbesondere für die Flamingos ist die Kälte hoch gefährlich: Auf ihrem nun zugefrorenen Teich könnten sie sich die langen, dünnen Beine brechen. Nun sind sie in ihrem gläsernen Winter-Pavillon zu bewundern. Für andere subtropische Arten wurden Wärmelampen in den Käfigen aufgestellt, um die Kälte erträglicher zu machen.

Anders, als mancher vielleicht vermutet hätte, fühlen sich auch manche Pinguinarten bei den derzeitigen Temperaturen eher unwohl. „Wir haben hier vor allem Kaiser- und Humboldtpinguine. Die leben vor der südafrikanischen Küste, mögen eine kühle Meeresströmung, solch tiefe Temperaturen hingegen weniger", erläutert der Kurator des Bereiches Vögel im Dresdner Zoo, Matthias Hendel. Diejenigen hingegen, die sich im eisigen Wasser wohlfühlen, bevölkern nach wie vor den Kanal und die Tundraanlage. Hier wurden Pumpen in Gang gesetzt, die dafür sorgen, dass die Weiher nicht zufrieren.

Doch auch die nichtgefiederten Zoobewohner müssen sich umstellen. Antilopen, Elefanten und Rotbüffel dürfen derzeit nur noch eine Stunde am Tag nach draußen, verbringen die Zeit ansonsten im Haus. Und auch die Affen müssen sich einschränken: „Die dürfen im Professor-Brandes-Haus derzeit nicht mehr auf ihre Inseln, da aufgrund des zugefrorenen Wassers Fluchtgefahr besteht", so Hendel.

Jane Jannke

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