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Dresdner im Liebesrausch – Valentinstag einer der umsatzreichsten Tage für den Handel

Dresdner im Liebesrausch – Valentinstag einer der umsatzreichsten Tage für den Handel

Valentinstag heißt nicht nur alle Jahre wieder Romantik pur und rosarote Wolken. Der Tag der Verliebten sorgt auch regelmäßig für einen Großkampftag bei Konditoren, Süßwarenhändlern, Restaurants - und vor allem bei Floristen.

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Auch bei Annett Dietrich von Blumen Stammnitz in der Louisenstraße herrscht am Valentinstag Ausnahmezustand. Die Blumenhandlung ist eine der ältesten noch betriebenen in Dresden und fand bereits in den Werken Erich Kästners Erwähnung.

Quelle: Jane Jannke

Blumen sind insbesondere bei der männlichen Herrlichkeit nach wie vor der Renner unter den Valentinstagsgeschenken.

In Scharen stürmen sie am Valentinstag die Blumenläden: zumeist Männer, die ihre bessere Hälfte zum Beweis ihrer Zuneigung mit einem farbenfrohen Blumengruß bedenken wollen. Auch Annett Dietrich von der traditionsreichen Blumenhandlung Stammnitz in der Louisenstraße ist seit dem Vormittag im Dauereinsatz. Die Kunden stehen Schlange. Für sie ist der Valentinstag neben dem Muttertag der wichtigste Tag im Jahr. Doppelt so hoch wie an normalen Geschäftstagen liegt der Umsatz am Tag der Liebenden. Das will gut vorbereitet sein.

„Ein bis zwei Wochen im Voraus planen wir, welche Blumen und Deko-Artikel wir unseren Kunden anbieten wollen und setzen spezielle Pflanzungen an", berichtet die Floristin. Fertige Sträuße sucht man in der 1898 von Friedrich Stammnitz gegründeten Blumenhandlung vergeblich. „Wir legen großen Wert auf das gemeinsame Zusammenstellen mit dem Kunden", sagt Annett Dietrich. Rote Rosen - der Klassiker unter den Valentinstagsblumen schlechthin - muss man auch bei Stammnitz nicht lange suchen. „Allerdings beraten wir unsere Kunden eher davon weg." Warum? „Rote Rosen sind Mainstream", lacht Dietrich.

„Wir wollen Nichtalltägliches bieten. Die meisten Frauen mögen solch klassische Arrangements nicht mal", ist sie sicher.

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Rund 700 rote Luftballons in Herzform ließ das Audi Zentrum Dresden am Dienstagnachmittag über den Elbwiesen aufsteigen. Die Ballons trugen die Namen von Dresdner Pärchen.

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Doch der Rote-Rosen-Boykott hat auch sehr prinzipielle Gründe. Für 5,50 Euro muss Geschäftsführerin Theresia Schmitz-Möllers eine langstielige Rose verkaufen. „Das liegt vor allem daran, dass der Großhandel in den Wochen vor dem Valentinstag rote Rosen fast komplett zurückhält, um sie dann zu horrenden Preisen auf den Markt zu werfen", schildert Annett Dietrich. Frische Frühlingssträuße in Pastellfarben seien ohnehin viel schöner und würden von der überwiegend aus Stammkunden bestehenden Käuferschaft auch gern gekauft.

Insbesondere Männer nähmen die Beratung meist gerne an. "Die meisten kauften sonst kaum Blumen und haben daher wenig Ahnung", bemerkt Dietrich augenzwinkernd. Thomas aus Dresden greift entsprechend auch gleich erst mal zum Klassiker: Rote Rosen für die Angebetete. „Blumen sollten es am Valentinstag schon sein", findet er. „Kochen tu ich ohnehin jeden Tag für meinen Schatz." Bis der Strauß komplett ist, dauert es dank der fachkundigen Beratung eine gute Viertelstunde. „Qualität braucht seine Zeit", sagt Annett Dietrich. Und das erwarteten auch die Kunden.

Die Qualität schlägt sich auch in der Auftragslage nieder. Bereits dreimal in Folge lieferte Stammnitz die Blumenarrangements für den Semperopernball.

Jane Jannke

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