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Dresdner Semperopernball: Zirkusshow und Dresden-Song geplant

Dresdner Semperopernball: Zirkusshow und Dresden-Song geplant

Dresden. Dass das Zirkusfestival Monte Carlo mit einigen ausgezeichneten Weltklasse-Darbietungen beim festlichen Ball im Dresdner Opernhaus vertreten sein wird, ist schon etwas Besonderes.

Doch Hans-Joachim Frey und Bernd Aust, die beiden führenden Köpfe des SemperOpernballvereins setzen noch eins drauf.

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Dann ging die Party traditionell in der Fledermausbar weiter.

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Denn entgegen Freys Äußerung im September „Es wird keine Tiere geben“ sind nun doch Tiere beim Ball mit von der Partie, und zwar Elefanten. Die Dickhäuter werden aber natürlich nicht im Opernhaus sein, sondern am Ballabend gegen halb fünf an der Frauenkirche auf dem Neumarkt Aufstellung nehmen. „Sie sammeln die Dresdner ein und bringen sie zur Oper“, meinte Frey mit einem Augenzwinkern.

Timba, Mala und Kenia kommen in einem beheizten Sattelauflieger aus Mecklenburg-Vorpommern. In Platschow betreibt nämlich die Zirkusfamilie Frankello einen Elefantenhof. „Bei uns leben insgesamt zehn Dickhäuter, die wir aus Zoos oder von Zirkussen aufgenommen haben“, sagt Sonni Frankello. Seine Tiere wirkten in zahlreichen Filmen mit, darunter in der BBC-Doku „Hannibal“ oder in dem Streifen „Löwenzahn - Das Kinoabenteuer“. In Dresden werden die Elefanten, begleitet von einem alten Lkw, auf dem eine Zirkuskapelle spielt, sowie Artisten und Fahnenträgern – ähnlich der Eröffnungszeremonie des Monte-Carlo-Zirkusfestivals – im Tross durch die Stadt ziehen, nennt Inszenierungskünstler Tom Roeder Details. Er will als Zirkusdirektor auf einem der Elefanten reiten.

Der Zug wird sich um die Frauenkirche und dann am Fürstenzug vorbei zur Oper bewegen. Dabei macht der MDR Aufnahmen für die spätere Live-Übertragung im Fernsehen. 18 Uhr beginnt das „Warm up“ des SemperOpenairballs. Der wird von Anja Koebel und René Kindermann vom MDR moderiert. Kindermann wurde zwar am Montagmorgen mit Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall ins Krankenhaus gebracht. Aber „bis zum Ball ist er ganz sicher wieder gesund“, ist Anja Koebel überzeugt.

Sie war bereits beim ersten Semperopernball als Moderatorin vor der Oper dabei. Vor der Oper können sich die Freunde des Semperopernballes auf die Catwall-Acrobaten aus Kanada mit ihrer Trampolin-Show freuen. In der Oper treten Hochseilartisten der „Troupe Acrobatique Nationale De Chine“ und die beiden Weißen Clowns Yann und Hector Rossi auf, so der Plan. Auch zum Singen und Tanzen soll es vor der Oper reichlich Gelegenheit geben. Chorleiter Gotthilf Fischer gibt wieder den Ton an.

Diesmal unterstützt ihn Roberto Blanco, der die neue Dresden-Hymne mit den Openairball-Besuchern singen will. „Dresden, Dresden“ heißt die und wird zur Melodie von Ralph Siegels komponierten Schlager „Moskau, Moskau“ gesungen. Ralph Siegel hat bei der Adaption des Liedes mitgeholfen. Wie im vergangenen Jahr ist der Musiker, Komponist und Musikproduzent beim Dresdner Ball wieder mit dabei.

Nicht zu vergessen der Weltrekordversuch: Die Dresdner sind aufgerufen, den, den Walzer-Tanzrekord vom 7. Mai 2010 zu brechen. Damals drehten sich in Tuzla (Bosnien-Herzegowina) 1510 Paare im Dreivierteltakt und gelangten damit ins Guinness-Buch. Dieser Rekord soll nun zum Semperopernball geknackt werden. Getanzt wird zu einer Walzermelodie von Tschaikowskys Ballett „Schwanensee“ – gespielt von der Sächsischen Staatskapelle unter Maestro Asher Fisch in der Oper.

Dort zeigen 80 Debütantenpaare in einer von den Weltmeister-Tänzern Sabine und Tassilo Lax erarbeiteten zauberhaften Choreografie, was sie nach nur drei Tagen Übung gelernt haben. Per Videowand wird der Tanz der Debütanten, diesmal in weiße Kleider bzw. schwarze Anzüge gewandet, nach draußen übertragen. Denn dort sollen zeitgleich die Openairballgäste das Tanzbein schwingen.

Catrin Steinbach

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