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Dresdner Mode mit San Sander: "Probieren geht über studieren"

Dresdner Mode mit San Sander: "Probieren geht über studieren"

Die Vorbereitungen sind in der heißen Phase, ein bisschen ist ihr die Aufregung anzumerken. San Sander - geboren 1980 als Sandy Sander in Lübben/Spreewald - ist eine der 14 Mode-Designer, die beim Dresdner Messe-Neuling "fashion+style" am Wochenende im Dresdner Ostragehege dabei sind.

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San Sander prüft an ihrem Mann Germie Rieß den Sitz eines von ihr entworfenen Sakkos.

Quelle: Ralf U. Heinrich

Die Wahl-Dresdnerin beteiligt sich zudem mit Modellen aus ihrer aktuellen Kollektion an den Modenschauen, die am 7. Januar, 18 Uhr und am 8. Januar, 15 Uhr in Halle 2 stattfinden.

San Sander entwirft Bekleidung für Damen und Herren jeden Alters und jeder Statur. Sie spricht Menschen an, die das Besondere suchen - fürs Büro, einen festlichen Abend oder für den Alltag. "Schick und leger, verspielt und elegant, raffiniert und praktisch und immer vielseitig einsetzbar" sei Sans Mode, für die sie hochwertige Stoffe verarbeite, betont Germie Rieß. Der gebürtige Berliner hat in Dresden Musik studiert, ist Jazztrompeter, Mitglied der Dresdner Band "Jazzlounge" und managt zudem das noch junge Mode-Label "Canuto" seiner Frau San.

Dabei war Mode ursprünglich gar nicht die Berufung der zierlichen jungen Frau. Um Geographie, Geologie und Agrarwissenschaft zu studieren ging San Sander weg von der elterlichen Pferde-Ranch im Spreewald nach Berlin, nach Teneriffa, Barcelona und noch weiter in die Welt. Über eine Doktorarbeit als Geologin habe sie nachgedacht. Doch es kam anders.

"Freunde in Berlin hatten einen Laden mit Atelier eröffnet, um Mode zu machen und animierten mich mitzutun. Ich hatte keine Ahnung vom Nähen, aber die Aufgabe hat mich gereizt." San Sander fertigt aus Surfsegeln Taschen. 2007 war das. Sie studiert zwar weiter Geologie, aber kniet sich immer mehr rein in die Näherei, experimentiert, lernt mit der Nähmaschine und mit verschiedenen Stoffen umzugehen.

"Probieren geht über studieren", lächelt San Sander, für die das Entwerfen von Kleidung zur Leidenschaft geworden ist. Ihr erstes Atelier eröffnet sie in Barcelona, kehrt 2009 zurück nach Deutschland und arbeitet zunächst in Berlin. Schon im selben Jahr hat sie die Möglichkeit, im Rahmen der Fashion Week beim Modebazar mitzumachen. Weitere Modeprojekte folgen.

Die Liebe führt sie schließlich nach Dresden, wo sie sich mittlerweile "angekommen" fühlt. Angenommen wird San Sanders Mode offenbar gut, sie kann von ihrem kleinen Label bereits leben, wie sie sagt. Sogar einige Stammkunden habe sie schon. Für ein Stück in der Reihe "Junge Choreografen" an der Semperoper fertigte sie jüngst Kostüme. Nun stellt sich die junge Frau, deren Bekleidung man in keinem Ladengeschäft kaufen kann, auf der Messe vor.

www.canuto.de; Atelier Lößnitzstraße 14 in Dresden

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.01.2012

Catrin Steinbach

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