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Dresdner Kalligrafin arbeitet für Deutschlands aufwändigste Frühlingsblumenschau

Dresdner Kalligrafin arbeitet für Deutschlands aufwändigste Frühlingsblumenschau

Alle zwei Jahre findet gegen Ende des Winters im Palais im Großen Garten eine Blumenausstellung statt. Es ist die aufwändigste Frühlingsblumenschau Deutschlands - heißt es nicht ohne Stolz vom Veranstalter, dem Landesverband Gartenbau Sachsen e.

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"Leben die Blätter im Winter heimlich bei den Wurzeln". Die Buchstaben des Zitates hat Mari Emily Bohley (r.) in dieser kalligrafischen Gestaltung "verarbeitet", die Bea Berthold (l.) hier in Augenschein nimmt.

Quelle: Dietrich Flechtner

V.. Unterstützt wird er von der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH. Alle Beteiligten hoffen auf eine ähnlich große Resonanz wie bei den vergangenen Schauen. 2012 kamen 30 000 Besucher.

Die Vorbereitungen für die zehntägige Blumenschau vom 28. Februar bis zum 9. März laufen schon seit etwa neun Monaten. Etwa 30 Gärtnereien aus der Region ziehen Pflanzen heran, Floristen aus dem Dresdner Institut für Floristik sowie die namhafte selbstständige Floristmeisterin Johanne de Carnée arbeiten an Blumenarrangements und inszenieren mit Licht- und Klangdesignern ein sinnliches Fest der Farben, Formen und Düfte.

"Poesie in Blüten und Schrift" ist das Motto der Schau diesmal. Verantwortlich für das Ausstellungskonzept zeichnet die Thüringer Designerin und Kalligrafin Bea Berthold. Sie hat sich bezüglich der Schrift, die neben den Pflanzen und Blüten eine tragende Rolle spielen wird, die Dresdnerin Mari Emily Bohley mit ins Boot geholt.

Die Künstlerin studierte Buchbinden sowie Kalligrafie, die Kunst des schönen Schreibens, in London und betreibt seit mehreren Jahren in der Kunsthofpassage in der Dresdner Neustadt ein kleines Atelier. Neben ihrer künstlerischen Arbeit gibt sie Kurse. Und die sind sehr gefragt. Zum einen reisen Teilnehmer mittlerweile aus ganz Deutschland an, zum anderen wird sie für Kurse in Deutschland, in der Schweiz, Norwegen und seit neuestem auch in Italien gebucht.

"Die meisten verbinden die Kalligrafie mit der asiatischen oder arabischen Schrift. Doch auch in Europa gibt es eine lange Tradition des Schreibens. Jede Zeit hatte ihren Schreibstil", erklärt Mari Bohley. Sie nimmt die verschiedenen Schreibstile als Ausgangspunkt für kreative künstlerische Arbeiten. "Da darf die Lesbarkeit ruhig auch mal abhan-den kommen." Für die Blumenschau gestaltet sie literarische Zitate auf 2,50 Meter langen Papier- bzw. Tyvek-Bahnen. "Das Schwerste ist, es so aussehen zu lassen, als sei es nicht schwer."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.02.2014

Catrin Steinbach

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