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Dresdner Jungkoch für Feinschmecker des Jahres nominiert

Dresdner Jungkoch für Feinschmecker des Jahres nominiert

Franz Mühlberg hat es geschafft: Unter reichlich 400 Teilnehmern ist er einer von sechs Finalisten des diesjährigen "Linie-Förderpreis" geworden - ein Wettbewerb für die besten Jungköche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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Sechs Tage die Woche arbeitet Franz Mühlberg in dem gemütlichen Restaurant "Amalfi" in Meißen.

Quelle: Martin Förster

Am 23. September wird sich im Hamburger Hotel Süllberg entscheiden, ob er der Beste der Besten ist.

Bereits zum zwölften Mal haben der Spirituosenhersteller "Linie Aquavit" und das Magazin "Der Feinschmecker" den Förderpreis ausgeschrieben. Bewerben konnten sich Jungköche, die ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben. Gesucht wurde ein Rezept für ein raffiniertes Hauptgericht mit Fisch oder Meeresfrüchten, das die jungen Köche selbst entwickelt haben.

"Ich nehme bereits zum dritten Mal an dem Wettbewerb teil", erzählt Franz Mühlberg. In den vergangenen beiden Jahren schaffte er es jeweils unter die 50 besten Rezeptideen. In diesem Jahr hat der zugezogene Dresdner endlich das Finale erreicht. Das Unglaubliche: Sein eingereichtes Fischgericht hat er noch nie zubereitet. "Die Idee entstand von ganz allein in meinem Kopf. Ich hab sie aufgeschrieben und eingeschickt", erzählt der 23-Jährige. Ein gutes Gefühl hatte er zwar, weil auch die Zutaten ineinander stimmig waren, doch mit dieser Ehre hätte er nicht gerechnet.

Aus diesem Grund wird es nun langsam Zeit, dass der Jungkoch seine brillante Idee auf den Teller bringt. "Ich werde das Gericht in dieser Woche für Freunde kochen, die ebenfalls in der Gastronomie tätig sind. So kann ich mir einem neutralen Urteil sicher sein", erklärt Mühlberg.

Aber was beinhaltet nun eigentlich die grandiose Rezeptidee, die es ungekocht ins Finale geschafft hat? "Das verrate ich nicht. Bis zum 23. September bleibt das vorerst mein Geheimnis", sagt der frischgebackene Vater. Nur ein paar Kleinigkeiten hat er verraten: Seezunge und Pasta spielen eine wichtige Rolle. Außerdem sei das Gericht keiner bestimmten Küche zuzuordnen. Es sei ein internationales Rezept.

Fest steht: Im Finale muss er es der Jury vorkochen. Die besteht aus mehreren Köchen, darunter anderem Jörg Müller (Sylt) und Rüdiger Kowalke (Hamburg). Dafür hat er genau 90 Minuten Zeit. Doch das soll es nicht gewesen sein. Denn damit sich die Jury der Kreativität der Bewerber sicher sein kann, muss vor dem Hauptgericht noch eine Vorspeise gezaubert werden. "Dafür erhalten wir alle einen Warenkorb, in dem verschiedene Zutaten sind. Da wir diese nicht kennen, müssen wir spontan agieren", sagt Mühlberg.

Und wie schätzt er seine fünf Konkurrenten ein? "Die Vorjahre haben gezeigt, dass meistens Jungköche aus Sternehotels oder Gourmetrestaurants bis ins Finale gekommen sind. Da werde ich wohl eher der Außenseiter sein", vermutet der 23-Jährige. Grundsätzlich hat er zwar seine Ausbildung in dem 4-Sterne-Hotel "Goldener Löwe" in Meißen absolviert, doch seit drei Jahren arbeitet er in dem gemütlichen, italienischen Restaurant "Amalfi" in Meißen.

Doch getreu dem Motto "Außenseiter, Spitzenreiter", hat Franz Mühlberg genau wie alle anderen eine gute Chance, den Wettbewerb zu gewinnen. Sollte dies der Fall sein, darf er sich einen Spitzenkoch in einer europäischen Metropole aussuchen und in dessen Küche ein Praktikum absolvieren. Ansonsten ist der 23-Jährige um eine Erfahrung und eine gute Referenz in seinem Lebenslauf reicher, wie er selbst optimistisch erklärt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.08.2013

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