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Dresdner Frühling im Palais lässt 42.000 Blumen blühen

Dresdner Frühling im Palais lässt 42.000 Blumen blühen

Dresden. Passend zum Wetter erblühen derzeit im Palais im Großen Garten in Dresden mehr als 40.000 Frühlingsblumen.

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Vom 28. Februar bis 9. März erblühen beim "Dresdner Frühling im Palais" rund 42.000 Blumen.

Quelle: Dominik Brüggemann

Der Dresdner Frühling im Palais ist nach Angaben der Veranstalter die bedeutendste Blumenschau dieser Art in Deutschland. In diesem Jahr steht sie unter dem Titel „Poesie in Blüten und Schrift“. Gärtner, Floristen, Kalligraphen, Licht- und Klangdesigner haben ein Jahr daran gearbeitet, Farben, Formen und Duft von Zehntausenden Pflanzen zusammenzubringen. Die Ausstellung im Palais im Großen Garten, das im 17. Jahrhundert als Lusthaus für die Festlichkeiten des Dresdner Hofes gebaut wurde, ist ab Freitag bis zum 9. März zu sehen.  

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Vom 28. Februar bis 9. März findet im Palais Großer Garten der fünfte "Dresdner Frühling im Palais" statt.

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„Hier ist etwas Einzigartiges entstanden“, sagte der Präsident des Landesverbandes Gartenbau Sachsen, Winfried Kaiser, am Mittwoch. „Etwas, das so nur in Dresden denkbar ist.“ Dabei verwies Andrea Dietrich, Leiterin der Schlösser und Gärten Sachsen auf die lange Garten- und Blumenkunsttradition der Elbestadt, in der schon 1907 eine Gartenbauausstellung eine Viertelmillion Besucher aus dem In- und Ausland anzog. 

Seit vergangenem Herbst wurden die Pflanzen in 30 Gartenbaubetrieben, davon 20 aus Sachsen, vorgezogen. Nun kamen sie nach einem exakten Plan im Palais in die Erde. "Die Herausforderung für die Gärtner ist es, die Pflanzen auf den Punkt in einer Topqualität zu präsentieren", sagte Karl Richter, der verantwortlich für die Pflanzenkoordination ist, am Rande der Aufbauarbeiten. Hinzu komme der eigene Anspruch, mit jeder weiteren Auflage der Schau erneut die erwarteten 30.000 Besucher zu beeindrucken. Das kostet Geld und viel Arbeit. Rund 200.000 Euro fließen laut der Organisatoren in die Ausstellung.

Zum ersten Arbeitstreffen kamen sie nach eigenen Angaben bereits vor neun Monaten zusammen. Entscheidend sind allerdings die letzten zwei Wochen vor Ausstellungsbeginn. "Unser Zeitfenster ist sehr eng. Einige Tulpen sind jetzt noch geschlossen und blühen exakt zu Ausstellungsbeginn", verspricht Richter, der die Arbeit der Gärtner und Helfer lobt. Eigens per Flieger aus Australien hat er zudem rund 20 Mimosen geordert. Der Großteil der gezeigten Frühlingsblumen kommen allerdings aus den Gärtnereien heimischer Betriebe.

Besonders prächtig kommen einige hundert Hyazinthen in einem riesigen Füllhorn zur Geltung. "Wir wollen auch die Opulenz des Frühlings zeigen", beschreibt Richter den Aufwand, den die Gärtner, Floristen und zahlreichen Helfer für die vergängliche Schau der Natur betreiben.

Das gesamte Ausstellungskonzept stammt von der in Berlin geborenen und in Dresden aufgewachsenen Designerin Bea Berthold, die damit die Wesensverwandtschaft von Schrift-, Dicht- und Gartenkunst verdeutlichen möchte. Die Ausstellung auf einer Fläche von 1400 Quadratmetern umfasst dabei den Lebenszyklus, der durch Floristen und Gärtner in Bereiche wie "Erde", "Treiben", "Wachsen", "Schönheit" und "Vergehen" szenisch unterteilt ist. "Die Floristen bilden die Verbindung zwischen der Pflanze samt Wurzel und der gestalterischen Umsetzung der Ausstellungsidee", ordnete Denise Karsten, zuständig für die Floristikkonzeption, ihre Arbeit ein. Der Dresdner Frühling im Palais findet seit 2006 alle zwei Jahre statt.

dbr/dpa

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