Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Dresdner Fachhochschule bildet Modedesigner aus

Dresdner Fachhochschule bildet Modedesigner aus

Die private Fachhochschule Dresden (FHD) an der Lingnerallee 3 liegt quasi noch in den Windeln - sie bietet erst seit einem Jahr regelmäßig Studiengänge an.

Voriger Artikel
"Stellungswechsel" in der Dresdner Bäckerei Walther
Nächster Artikel
„Das Perfekte Dinner“ zu Gast in Dresden – Ausstrahlung der Vox-Episoden ab Montag

Anett Krause entwirft im Rahmen ihres Studiums regelmäßig eigene kleine Kollektionen als Abschlussarbeit eines Semesters.

Quelle: Nadine Steinmann

Von Nadine Steinmann

Dazu gehört unter anderem Modedesign. Absolventen gibt es natürlich noch nicht, aber immerhin schon fünf Studenten, die ab Oktober das dritte Semester bestreiten wollen. Eine von ihnen ist Anett Krause. "Sie ist unsere Jahrgangsbeste, sehr engagiert und eigentlich von früh bis abends in den Räumlichkeiten der Hochschule", schwärmt Antje Schwarte, die für alles Organisatorische zuständig ist.

Modedesign ist für Anett der absolute Traumstudiengang. Sie liebt es, Mode zu entwerfen. Der Prozess vom ersten Bleistiftstrich bis hin zum fertigen Kleidungsstück sei faszinierend, sagt sie. Für die private Fachhochschule hat sie sich aus einem ganz einfachen Grund entschieden: "Ich bin hier eine Persönlichkeit und nicht nur eine beliebige Matrikelnummer", erklärt die gebürtige Riesaerin. Vor ihrem Studium an der FHD war sie einige Semester an der TU Dresden, hat sich allerdings überhaupt nicht wohl gefühlt. "Wenn ich hier aus der Vorlesung gehe, habe ich den Stoff definitiv verstanden, denn der Dozent bleibt so lange, bis wirklich jeder weiß, wovon er redet", erzählt die künftige Modedesignerin. Dafür nimmt sie auch die Studiengebühren von 495 Euro pro Monat in Kauf: "Das Geld fließt in meine Zukunft und ist somit vernünftig angelegt."

Das Konzept der Fachhochschule beinhaltet eine breitgefächerte Ausbildung, so dass die Studenten später in verschiedenste Branchen gehen können und eine größere Chance am Markt haben. "Gerade in Dresden werden Modedesigner ja nicht unbedingt zu Massen auf der Straße gesucht", erklärt Manfred Adler, stellvertretender Kanzler der FHD. Deshalb vermitteln die Dozenten ihren Schützlingen zum einen den Produktentwicklungsprozess, insbesondere die Schnittentwicklung und die Schnittgestaltung, zum anderen wird der gestalterische Aspekt des Modedesigns betont. Auch Kunstgeschichte, Absatzmärkte und Englischunterricht sind Teil des dreieinhalbjährigen Studiums.

Am Ende eines jeden Semesters müssen die Studenten eine eigene kleine Kollektion entwerfen. Das Motto des vergangenen Semesters lautete "Aus der Sicht einer Stadtfliege". "Wir sollten uns in eine Fliege hineinversetzen, um die Stadt aus einer anderen Perspektive zu sehen", erklärt Anett Krause. Entstanden ist bei der Studentin am Ende ein knappes Kleidchen mit dazugehöriger, farblich passender Hose, einem Jäckchen und natürlich Schuhen - sprich: ein ganzes Outfit. Der Weg bis dahin war lang und zeitaufwendig. Wie viele Stunden Arbeit sie hineingesteckt hat, weiß sie heute nicht mehr. Aber eines weiß sie ganz sicher: "Es ist egal, wie lange ich abends noch in unserer Nähwerkstatt sitze. Es macht mir einfach Spaß."

Im Oktober bekommt Anett nun voraussichtlich zehn neue Kommilitonen. Das Ziel der Fachhochschule ist es, bekannter zu werden und sich in Dresden zu etablieren. Dafür bietet sie regelmäßig einen "Tag der offenen Tür an" - den nächsten am 24. November von 10 bis 14 Uhr. Bewerbungen für den Studienbeginn im Oktober werden ebenfalls noch entgegengenommen.

www.fh-dresden.eu

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.08.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Boulevard