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Dresdner Christstollen zum Fest – Die Produktion ist angelaufen

Dresdner Christstollen zum Fest – Die Produktion ist angelaufen

Schon zweieinhalb Monate vor Weihnachten riecht es in den Dresdner Backstuben nach Christstollen. „Butter, Mandeln, Sultaninen, Orangeat und Zitronat - gute Rohstoffe sind geordert“, sagte der Vorsitzende des Schutzverbandes Dresdner Stollen, Henry Mueller, am Mittwoch.

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Marlies Morenz mit den ersten Dresdner Christstollen der Saison.

Quelle: dpa

Zwar beginne die Saison erst nach dem Reformationsfest (31. Oktober). „Aber wenn dann Stollen im Laden liegen soll, muss man schon 14 Tage vorher backen.“

2011 wurden fast drei Millionen Dresdner Christstollen verkauft, für diese Saison liegen mehr als drei Millionen Qualitätssiegel bereit. „Wir haben seit 1992 kontinuierlich fünf Prozent Steigerung pro Jahr“, sagte Mueller. Die Gesamtmenge habe sich in 20 Jahren verdreifacht. Das kalorienreiche Gebäck wird in der Vorweihnachtszeit von der Elbmetropole in alle Herren Länder geschickt. „Etwa 10 Prozent gehen nach Übersee, rund 20 Prozent ins europäische Ausland“, schätzte Mueller.

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Puderzuckertest.

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Die Ursprünge des Dresdner Christstollens reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück. Zunächst nur ein Fastengebäck aus Mehl, Hefe, Öl und Wasser, kamen später Butter, Milch und andere Zutaten hinzu. Jeder Dresdner Bäcker hat geheime Rezeptdetails. Mit der Aufnahme ins EU-Qualitätsregister ist das regionale Produkt aus Deutschland nun auch europaweit geschützt - wie Lübecker Marzipan oder Schwarzwälder Schinken. Derzeit dürfen knapp 150 Bäcker in Dresden und Umgebung ihre „Striezel“, wie der Stollen früher genannt wurde, mit dem Siegel versehen.

Das Ideal-Stollengewicht liegt bei vier Pfund. „Da entfalten sich die Aromen am besten“, sagte Mueller. „Aber auch wir kommen am demografischen Wandel nicht vorbei.“ Daher gebe es auch leichtere Striezel. Der Kilopreis liegt trotz gestiegener Rohstoff-, Energie- und Lohnkosten in etwa auf Vorjahresniveau - „bei 14 bis 15 Euro.“

dpa

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