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Dresdner Benefizregatta unterstützt Yoga-Kurse für Krebspatientinnen

Dresdner Benefizregatta unterstützt Yoga-Kurse für Krebspatientinnen

August heißt es am Blasewitzer Elbufer wieder: „Rudern gegen den Krebs“. Zum mittlerweile dritten Mal wird die Benefizregatta in Dresden veranstaltet.

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Professorin Pauline Wimberger (li.) und Christiane Geißler engagieren sich für die Benefizregatta.

Quelle: Stephan Hönigschmid

Am 31. 64 Mannschaften mit etwa 260 Teilnehmern haben sich angemeldet. Aus diesem Grund kann Stefan Grünewald-Fischer, Sprecher der Stiftung „Leben mit Krebs“, bereits eine freudige Botschaft verkünden: „Wir werden den Vorjahreserlös von 6000 Euro in diesem Jahr sicherlich übertreffen.“

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Ingrid Andersch, Vorsitzende des Sächsischen Elbe-Regatta-Vereins: "Die Krebsregatta ist jedes Jahr eine große Herausforderung. Nur durch das Engagement von 100 ehrenamtlichen Sportfreunden gelingt die Veranstaltung."

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Pro Boot zahlen die Teilnehmer 250 Euro. Hinzu kommen Spenden durch Sponsoren. „Im vergangenen Jahren haben zahlreiche Firmen vierstellige Summen gespendet. Außerdem kam Carte-Blanche-Chefin Zora Schwarz spontan vorbei und beteiligte sich ebenfalls an der Benefizaktion mit einer größeren Summe“, erinnert sich der Pressesprecher des Dresdner Uni-Klinikums, Holger Ostermeyer.

Während das Geld 2012 unter anderem an den Sonnenstrahl e.V. und das St. Joseph-Stift ging, sollen diesmal Qigong- und Yogakurse für Dresdner Brustkrebspatientinnen an der Uniklinik etabliert werden. „Sport ist wichtig, damit Körper und Seele im Einklang stehen. Er kann dazu beitragen, die Nebenwirkungen der Krebsbehandlung zu lindern“, erklärt Professorin Pauline Wimberger, Direktorin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Dresdner Uniklinikum. Zudem sei es erwiesen, dass regelmäßiger Sport auch präventiv wirke. Er könne das Brustkrebsrisiko um bis zu 40 Prozent senken, so Wimberger.

Der Medizinische Vorstand der Uniklinik, Professor Michael Albrecht, machte darauf aufmerksam, dass moderne Apparaturen in der Medizin zwar wichtig seien, aber die Genesung nicht ausschließlich davon abhänge. „Alle Dinge, die nicht mit der Hochleistungsmedizin zusammenhängen, werden oft stiefmütterlich behandelt. Körperliche Aktivitäten wie zum Beispiel Yoga- und Qigongkurse sind aber für eine ganzheitliche Behandlung sehr wichtig, um während oder nach der Krankheit zu einem normalen Leben zurückzufinden.“ Wie viele Kurse mit dem eingenommenen Geld angeboten werden können, steht im Moment noch nicht fest.

Neben dem Dresdner Uniklinikum konnte die Stiftung „Leben mit Krebs“ außerdem die Dresden International University sowie den Sächsischen Elbe-Regattaverein als Partner gewinnen, um die Veranstaltung auf die Beine zu stellen.

Dass es bei den Teilnehmern, die im Vorfeld mindestens vier Trainingseinheiten absolvieren müssen, nicht nur Neulinge gibt, sondern auch zahlreiche Ruderer, die sich zum wiederholten Mal für den guten Zweck engagieren, beweist das Beispiel der 31-jährigen Christiane Geißler. „Ich bin zum zweiten Mal dabei. Es macht Spaß zu trainieren, und natürlich wollen wir auch gewinnen“, betonte die Mitarbeiterin der Dresden International University (DIU).

Die Schirmherrschaft für die Benefizregatta übernimmt erneut Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU). Sie ist am Wettkampftag persönlich anwesend. Moderiert wird die Veranstaltung, die am 31. August um 10 Uhr im Sportzentrum Dresden-Blasewitz, Oehmestraße 1, beginnt, von Marc Huster und Ron Ringguth. Neben dem Ruderwettkampf gibt es zahlreiche Infostände und Attraktionen für Kinder.

Die Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ ist eine Initiative der Stiftung Leben mit Krebs und gilt seit 2005 als ihr Aushängeschild. Inzwischen haben sich etwa 8000 Ruderbegeisterte in 17 Städten für die gute Sache ins Zeug gelegt. Bis heute fanden 42 Regatten statt, in deren Rahmen mehrere Tausend Euro an Spenden gesammelt werden konnten.

Stephan Hönigschmid

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