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Dresden erhält eine neue Ausblick-Attraktion - Im August öffnet die Dachplattform auf dem Lingerschloss

Dresden erhält eine neue Ausblick-Attraktion - Im August öffnet die Dachplattform auf dem Lingerschloss

Die Dresdner und ihre Gäste können sich auf eine Attraktion freuen: Derzeit schwebt per Kran eine verzinkte Stahlplattform auf dem Dach des Lingnerschlosses ein.

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Mit diesem Kran wird die Aussichtsplattform auf das Dach des Lingnerschlosses gehoben. Ab Mitte August ist der spektakuläre Ausblick möglich.

Quelle: Dietrich Flechtner

Die soll Ende der Woche montiert sein, wird dann noch mit Geländern gesichert - und Mitte August eröffnet, wie Peter Lenk, der Vorsitzende des Lingnerschloss-Vereins, ankündigte. Dann können Besucher von lichter Höhe aus einen phänomenalen Ausblick ins Dresdner Elbtal genießen.

"Eigentlich", so räumt Lenk ein, "wollten wir damit schon im Mai fertig sein." Doch als Arbeiter zuvor im Vereins-Auftrag das Dachgebälk des Schlosses untersuchten und sanierten, traten unliebsame Überraschungen zutage: Viele Balken waren in einem weit schlechterem Zustand als gedacht und mussten gewechselt oder zusätzlich gesichert werden. Auch auf die zunächst geplante Glaspyramide in der Mitte der Aussichtsplattform musste verzichtet werden. Inzwischen hinkt die Schlosssanierung etwa ein Vierteljahr hinter dem Zeitplan hinterher. Dennoch ist Lenk zuversichtlich, das Schloss Ende des nächsten Jahres im Großen und Ganzen saniert zu haben. "Einige Projekte stehen dann zwar noch aus und werden angegangen, wenn wir das Geld dafür haben, aber das Schloss ist dann voll nutzbar", prognostiziert er.

Zur Erinnerung: Das Schloss entstand ab 1850 als klassizistische "Villa Stockhausen", 1906 übernahm der "Odol-König" Karl August Lingner das Anwesen. Zu DDR-Zeiten beherbergte es unter anderem den "Dresdner Club", verfiel aber nach der Wende, bis die Stadt als testamentarischer Erbe das Schloss dem 2002 gegründeten Lingnerschloss-Verein per Erbbaupacht zum Zwecke der Sanierung und gemeinnützigen Nutzung übergab. Seitdem rekonstruiert der Verein das Anwesen aus Spendenmitteln. Statt der ursprünglichen zehn Millionen Euro Sanierungskosten geht Lenk inzwischen von zwölf Millionen aus - von denen noch zwei Millionen Euro fehlen. Eine Großspende des Pharma-Unternehmens GlaxoSmithKline sichert aber bis Ende 2014 den Fortgang der Bauarbeiten - für die Fertigstellung ist der Verein aber auf weitere Spenden angewiesen.

Zuletzt hatte der Verein den Westflügel und die Weinbergterrasse übergeben - letztere erfreut sich laut Lenk bereits großer Resonanz bei Studenten und Ausflüglern. Derzeit sind außerdem der Innenausbau des Festsaals und - gemeinsam mit den Deutschen Werkstätten Hellerau - des Kinosaals im Gange. Demnächst sollen auch das Haupttreppenhaus im Ostturm mit seinen historischen Wandmalereien und die Kopfstation der Lingnerschen Bergbahn zum Schloss restauriert werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.07.2013

Heiko Weckbrodt

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