Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Google+
Drei Engel für den Dresdner Tatort

Dreharbeiten laufen Drei Engel für den Dresdner Tatort

Nebel hängt über der Stadt, kalter Nieselregen fällt auf die Straßen. Tatort-Wetter. Die alte Spitzenmanufaktur in Reick hat sich für einige Wochen in ein Kommissariat verwandelt. Hier dreht der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) seit dem 16. September seinen neuen Dresden-Tatort „Auf einen Schlag".

Voriger Artikel
Kartenvorverkauf für 17. Unity Night läuft
Nächster Artikel
Pralinen, Plüsch und Papeterie: Der 6. Handmade-Markt präsentiert Einzelstücke
Quelle: Anja Schneider

Dresden. Nebel hängt über der Stadt, kalter Nieselregen fällt auf die Straßen. Tatort-Wetter. Die alte Spitzenmanufaktur in Dresden-Reick hat sich für einige Wochen in ein Kommissariat verwandelt. Hier dreht der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) seit dem 16. September seinen neuen Dresden-Tatort „Auf einen Schlag“. Neben Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel, gespielt von Martin Brambach ermitteln Schauspielerin Alwara Höfels als Kommissarin Henni Sieland und Karin Hanczewski als Karin Gorniak. An ihrer Seite jagt „Fack ju Göhte“-Star Jella Haase als Polizeianwärterin Maria Mohr die Verbrecher. Der Arbeitstitel des Sachsens Krimis, der nach Leipzig nun wieder in der Landeshauptstadt spielt, lautete „Drei Engel für Dresden“, denn ungewöhnlich für einen Krimi, stehen hier ausschließlich Frauen als Ermittlerinnen im Zentrum der Handlung, erzählt Produzentin Nanni Erben. Die Leipziger Kommissare Martin Wuttke und Simone Thomalla waren zuletzt vom MDR in Rente geschickt worden.

Autor des Pilot-Tatortes aus Dresden ist Ralf Husmann, bekannt als kreativer Kopf der Büro-Satire Stromberg. „Der Tatort ist eine Institution im deutschen Fernsehen. Ich habe mit dem Drehbuch versucht, den Spagat zwischen dem Genre Krimi mit der ihm eigenen Brutalität und gleichzeitig einer gewissen Ironie zu schaffen“, so der Autor. Es wird aber trotzdem „blutig gestorben“, verspricht er. Insgesamt 22 Drehtage hat das Team um Regisseur Richard Huber zur Verfügung. Noch bis 13. Oktober dauern die Arbeiten. Gedreht wurde sowohl am Zwinger und der Spitzemanufaktur aber auch in einem Einkaufszentrum. „Herzstück des 90-Minüters ist der Zwinger, unser Film beginnt und endet dort“, so Huber. Für Hauptdarsteller Martin Brambach sind die Dreharbeiten in Dresden eine Wiederkehr in die alte Heimat. Der gebürtige Dresdner, der inzwischen im Ruhrgebiet lebt, nutzte die Gelegenheit seinen Kindern die Orte seiner Kindheit zu zeigen. „Wir haben gleich die Chance beim Schopfe ergriffen, um in den Zoo zu gehen, mit der Parkeisenbahn zu fahren und das Karl-May-Museum in Radebeul zu besuchen“. Im Krimi spielt Brambach einen „im 21. Jahrhundert noch nicht ganz angekommenen“ Amtsleiter, so Regisseur Huber. In seiner Figur soll sich auch die aktuelle politische Situation in Dresden widerspiegeln. Wie konkret das umgesetzt wird, lassen Brambach und sein Regisseur offen. Der Schauspieler gibt allerdings offen zu, dass er vor Beginn der Dreharbeiten in Dresden Bedenken hatte. „Ich bin sehr schockiert über die Vorfälle rund um Pegida und die Asylthematik in Dresden und Umgebung. Mich beschäftig das sehr“, erzählt er.

Dabei mutet die Handlung des Tatortes zunächst recht bunt an. Die Schlagerwelt ist in Aufruhr. Inmitten der Proben zur Unterhaltungsshow „Hier spielt die Musik“ wird einer der Lokalmatadoren, Toni Derlinger vom Gesangsduo „Toni & Tina“, erschlagen in den Kulissen aufgefunden. War es ein enttäuschter Fan, der sich zurückgewiesen fühlte? Oder ging es um Geld? Der Nachwuchs im Schlager-Geschäft drängt mit der poppigen Laura und den Volks-Rock ’n’ Rollern „Herzensbrecher“ unbarmherzig nach und „Toni & Tina“ befinden auf dem absteigenden Ast. Die beiden Ermittlerinnen Karin Gorniak und Henni Sieland dringen immer tiefer ein in diese Welt des schönen Scheins. Dabei wird allerdings immer undurchsichtiger, wer alles vom Tod des ehemaligen Schlagerstars profitiert. Währenddessen entdeckt Kollegin Maria Mohr, die junge Polizeianwärterin, den entscheidenden Hinweis und bringt sich selbst in große Gefahr.

Voraussichtlich im kommenden Jahr soll der Tatort in der ARD zu sehen sein.

Julia Vollmer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Boulevard

Viele können ihn kaum erwarten, den Herbst. Denn dann geht es mit Korb und Messer los in den Wald, um Pilze zu sammeln. Gut, wenn man sich ein wenig in Sachen Pilzen auskennt. Wir verlosen drei Bücher "Welcher Pilz ist das? Extra. Pilze und ihre Baumpartner" vom Kosmos Verlag. mehr