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Dominosteine und Dynamo – Dresdnerin kocht beim „Perfekten Dinner“

Dominosteine und Dynamo – Dresdnerin kocht beim „Perfekten Dinner“

„Ich werde definitiv ein Glas Sekt in der Hand haben müssen“, plant Riccarda Richter den Abend des 30. Dezember, wenn ihr persönliches „Perfektes Dinner“ ausgestrahlt wird.

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Hobbyköche im Regionen-Wettstreit (v.l.): Simpert (27), Gastgeberin Riccarda (28), Claudia (51), Olly (51).

Quelle: VoxITV Studios

Der Sekt und viele anwesende Freunde sollen die Aufregung der Dreißigjährigen mildern. „Ich bin gespannt, wie die Fernsehleute mich darstellen, schließlich spielen die bei solchen Sendungen immer ein bisschen mit Klischees. Und ich bin halt die Verrückte ausm Osten, mit den roten Haaren“, lacht sie. Die Dreharbeiten sind bereits anderthalb Jahre her. Warum der Fernsehsender Vox das Material so lange nicht ausstrahlte, weiß Richter nicht. Beworben habe sie sich noch als Studentin, weil „Das perfekte Dinner“ zu ihren Lieblingssendungen gehörte, erzählt Riccarda Richter. Außerdem sei sie gern unter Menschen und liebe Herausforderungen.

In der „Kampf der Regionen“-Ausgabe des „Perfekten Dinners“ kredenzt die gebürtige Dresdnerin ihren Koch-Konkurrenten klassische sächsische Gerichte: Sauerbraten, Klöße, Eierschecke, Dominosteine und „ä Schälchen Heeßn“. Sogar die Dominosteine sind selbstgemacht. „Das ist ganz schön viel Arbeit, muss ich gestehen, aber dann auch richtig lecker!“ Für gutes Essen ist Richter fast nichts zu aufwendig. Jeden Tag kocht sie für ihre drei Kinder und den Freund. „Fertigessen gibt’s nicht bei mir!“ Deshalb kann sie Klöße und Sauerbraten aus dem Eff-Eff zaubern, genauso wie den Dresdner Kuchen schlechthin: „Meine mittlere Tochter ist großer Eierschecke-Fan, aber für sie muss ich die Rosinen rausmachen.“ Der „Salat nach Pillnitzer Art“, den die Dresdnerin als Vorspeise servierte, war allerdings eine Premiere. Eine Rezeptsammlung lieferte die Idee zu der Kreation mit einfachen Gemüsen, Fisch und Kartoffeln – schließlich hätten im Pillnitzer Lustschloss die Damen August des Starken gelebt, und die mussten ja auf ihre Figur achten.

Eigentlich wollte Riccarda Richter eine Suppe zum Einstieg servieren, aber da an einem heißen Junitag gedreht wurde, schwenkte sie auf ein kaltes Gericht um. Geschwitzt hat sie trotzdem. „Wir hatten bestimmt 40 Grad in der Küche.“ Auch die drei Gäste aus Ostfriesland, vom bayrischen Tegernsee und dem Saarland hatten mit der Hitze zu kämpfen: „Die haben eine Stadtrundfahrt mit einem Cabriobus gemacht und dabei anscheinend ein bisschen viel Sonne abbekommen“, erinnert sich die Gastgeberin schmunzelnd. Und dazu noch ein bisschen Alkohol. Die Dreharbeiten seien sehr lustig gewesen, aber auch anstrengend. „Wir waren acht Tage quer durch Deutschland unterwegs – Anreisetag, Kochtag, Anreisetag, Kochtag …“ Und da die Dresdnerin erst als Dritte dran war, hatte sie den Gedanken an ihren „Auftritt“ stets im Hinterkopf. Beim Einkauf und dem Kochen hat ihr dann die damals achtjährige Tochter Angelina tatkräftig geholfen. Wie ihr Menü bei den Gästen angekommen ist, darf Riccarda Richter allerdings noch nicht verraten.

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Dynamo-Fan Riccarda Richter empfängt ihre Gäste mit Sekt im Stadion.

Quelle: VoxITV Studios

Zumindest ein Detail stieß auf nicht so große Begeisterung: der Besuch im Dynamo-Stadion. Als Fußballfan und frühere Mitarbeiterin im Fanprojekt hatte es sich Riccarda nicht nehmen lassen, einen Sektempfang im Glücksgas-Stadion zu organisieren. „Meine schlimmsten Befürchtungen haben sich bestätigt – Fußball“, kommentiert Konkurrentin Claudia aus dem Saarland. Aber in puncto Freizeitbeschäftigung mussten die Hobbyköche ohnehin einiges aushalten: Hobbypilot Olly lud seine „Mitesser“ zu einem Rundflug über Ostfriesland ein, im Saarland wurden die Gäste von einer Harley-Davidson-Gang am Bahnhof abgeholt. Und auch die servierten Menüs waren mitunter eine Herausforderung: „Ich mag gar keinen Fisch“, erzählt Riccarda Richter. „Aber ich habe gesagt, ich will mich überzeugen lassen. Das hat der Olly auch super gemacht. Ich bin zwar immer noch kein Fisch-Fan, aber wenn er frisch und gut gemacht ist, esse ich jetzt mit.“

Montag, 30. Dezember, 18–20.15 Uhr, Vox

ttr

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