Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Google+
Dodi und Duran, die beiden gleichaltrigen Orang-Utan-Kinder im Zoo kennen sich nicht

Dodi und Duran, die beiden gleichaltrigen Orang-Utan-Kinder im Zoo kennen sich nicht

Wer in diesen Tagen dem Zoo einen Besuch abstatten will, sollte nicht versäumen, bei den Orang-Utans einzukehren. "Es ist eine Freude, den beiden kleinen Orangs Dodi und Duran zuzuschauen, wie sie noch etwas tapsig ihre Umgebung erkunden", sagt Wolfgang Ludwig, der Zoologische Leiter.

Schon in einem Jahr würden Dodi und Duran professioneller vorgehen, gesetzter wirken und damit nicht mehr ganz so possierlich anzusehen sein, meint Ludwig, der die Menschenaffen seit Jahrzehnten beobachtet.

Beide Äffchen kennen sich gar nicht. Der fast zweijährige Dodi lebt gemeinsam mit seiner Mutter Daisy und Vater Toni zusammen in einem Gehege, sein zwei Monate jüngerer Halbbruder Duran mit Mutter Djudi und der 41 Jahre alten Djaka. Toni ist auch der Vater von Duran. "Die beiden Kleinen würden sich wahrscheinlich verstehen, die Mütter aber mit Sicherheit nicht", erklärt Ludwig, warum Duran und Dodi nicht in einem Gehege aufwachsen. In freier Natur sei es aber auch so, dass die Kinder mindestens fünf, sechs Jahre lang bei ihren Müttern bleiben und erst dann den Kontakt zu Gleichaltrigen suchen.

Erst im März hatte die 20-jährige Orang-Utan-Dame Dunja Dresden in Richtung Schweden verlassen. Und acht Jahre ist es jetzt her, dass Dodis Schwester Djasinga im Berliner Zoologischen garten lebt.

Mit ein wenig Glück lässt sich jetzt auch ein am 6. Oktober geborene Kaiserschnurrbarttamarin im Prof. Brandes-Haus beobachten. Das kleine Kerlchen wird in den ersten drei Monaten von den erwachsenen Tieren durch die Gegend getragen. Ob es sich bei dem Baby um ein Weibchen oder Männchen handelt, wissen die Pfleger noch nicht. Fest steht nur, dass seine Eltern Wilhelmine (geboren 2002) und Zelik (geboren 2004) sind. Dieser hat Vorgänger Wilhelm abgelöst, der gestorben war. Zwölf Jungtieren hat Wilhelmine inzwischen das Leben geschenkt, neun von ihnen sind aufgewachsen.

Damit der kleine Neuzugang die Ruhe bekommt, die er braucht zum Großwerden, haben die Pfleger die Kugelgürteltiere Gurt, Schnalle, deren Nachwuchs und ein weiteres Weibchen aus dem Gehege genommen und einstweilen hinter die Kulissen verbannt.

Kaiserschnurrbarttamarine gehören zu den Krallenaffen. Ihren Namen verdanken die possierlichen Tiere laut Wikipedia der Ähnlichkeit mit dem deutschen Kaiser Wilhelm II. Ihr langer, weißer Schnurrbart erstreckt sich auf beiden Seiten bis über die Schultern hinaus. Beheimatet sind die Geschöpfe im dichten Unterholz der Regenwälder Brasiliens, Perus und Boliviens.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.10.2011

Katrin Richter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Boulevard