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Die ersten Debütanten für den nächsten Semperopernball in Dresden sind gecastet

Die ersten Debütanten für den nächsten Semperopernball in Dresden sind gecastet

Die ersten Debütanten haben ihre Eintrittskarte für den nächsten Semperopernball am 1. Februar 2013 in der Tasche. 45 Paare und eine einzelne junge Dame, die jetzt allerdings schnellstens noch einen Tanzpartner finden muss, meisterten in der Nacht zum Sonnabend im MDR-Landesfunkhaus in Dresden das Casting.

Von Catrin Steinbach

Manche allerdings mit Auflagen.

Es war das einzige Casting in der Sächsischen Landeshauptstadt. Drei weitere Auswahlverfahren finden noch in Erfurt, in Magdeburg sowie in der MDR-Sendezentrale in Leipzig statt. Dort wird vielleicht dann das eine oder andere Pärchen, das in Dresden nicht überzeugen konnte, nach intensivem Üben erneut vorstellig.

Denn eines war in der Nacht zum Sonnabend schnell klar: Ein bisschen Ahnung vom Walzertanzen muss man eben doch schon haben, wenn man als Debütant beim Eröffnungswalzer dabei sein möchte. "Es ist bei den Proben in der Woche vor dem Ball keine Zeit mehr, euch das Tanzen beizubringen. Da geht es nur straff um Choreografie", fand Sabine Lax, Tanzschulinhaberin und Tanzweltmeisterin im Standard, klare Worte. So wird das eine oder andere Pärchen Nachhilfestunden nehmen müssen oder die angebotenen Workshops in der Tanzschule Lax nutzen. "Ein intensives Training. Das ist nicht lustig, aber dann sitzt es auch. Bringt auf alle Fälle ein Handtuch mit", so die Profitänzerin, die alljährlich mit ihrem Mann Tassilo für die Choreografie des Auftritts der Debütanten verantwortlich zeichnet.

Dass die Castings beim MDR stattfinden ist neu. Und es war offenbar die rettende Idee. "Es wurde zunehmend schwieriger, ausschließlich über Castings in der Tanzschule junge Leute zusammenzukriegen. So viele Bewerber wie diesmal gab's beim ersten Casting noch nie", räumte Hans-Joachim Frey, 1. Vorsitzender des Semperopernballvereins, ein.

Er saß mit Ministerpräsidenten-Gattin Veronika Tillich, Mode-Designer Uwe Herrmann, Sachsenspiegel-Wetterfee Maira Rothe, Radiomoderator Maik Teschner, Ball-Projektleiterin Trixi Steiner und natürlich Sabine Lax in der Jury. Ein Casting mit DSDS-Feeling beim Fernsehen - auch wenn es in der Kantine stattfindet - zieht eben. Zumal hier niemand deftige Sprüche nach Dieter-Bohlen-Art befürchten muss. "Fühlt euch locker, wir sind auch nur Menschen", versuchte Frey die zum Teil sehr aufgeregten Bewerber zu beruhigen. "Macht keine Experimente. Tut nur, was ihr sicher könnt. Wir wollen euch nicht einschüchtern", versuchte Sabine Lax den jungen Leuten die Angst zu nehmen. In Dresden waren Fotografen und auch eine Kamera dabei, das Casting in Leipzig am 9.10., 16 bis 18 Uhr, wird live in der MDR-Sendung "Hier ab Vier" übertragen.

Etwa 110 Bewerber gab es insgesamt, darunter mehrere junge Männer und junge Damen, die allein gekommen waren und auch alleine vortanzen mussten. "Also davor ziehe ich echt den Hut", sagte Trixi Steiner. Drei Pärchen wurden aus den Einzelbewerbern neu zusammengestellt. "Tauscht eure Telefonnummern aus. Bis Februar müsst ihr euch ganz oft verabreden", so Sabine Lax. Allgemeines Schmunzeln. "Zum Tanzen natürlich!!" folgte prompt die Ergänzung. "Ach so, und wir wollen natürlich informiert werden, wenn sich der Status ändert!" Gelächter.

Es gab aber auch Tränen. Zum Beispiel bei einem Mädchen, das wieder gehen musste, weil sie keine Chance sah, auf die Schnelle einen Tanzpartner aufzutreiben. Die noch 15-jährige Marlene Binding dagegen gab nicht auf. "Ich finde den Ball wunderschön, schaue mir die Übertragung schon seit drei Jahren an. Diesmal will ich unbedingt dabei sein. Ich bin Turnerin, kenne ein paar Akrobaten. Ich weiß schon, wen ich frage..."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.09.2012

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