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Die Dresdnerin Silke Rikowsky hält auf Facebook über 1600 Roland-Kaiser-Fans im Zaum

Die Dresdnerin Silke Rikowsky hält auf Facebook über 1600 Roland-Kaiser-Fans im Zaum

Unter dem etwas spröden Namen "Roland Kaiser Fanpage" versammeln sich im sozialen Netzwerk Facebook mehr als 1600 Personen, die sich nicht ausschließlich, aber doch hauptsächlich und mit ganz viel Herzblut für Roland Kaiser begeistern.

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Quelle: Christian Juppe

Damit diese Getreuen ungestört ihrem "Roli", wie er auch zärtlich genannt wird, huldigen können, widmet sich die Dresdnerin Silke Rikowsky nach Feierabend stundenlang virtuellen Aufräumarbeiten. Gemeinsam mit einer Enthusiastin aus Niedersachsen ist sie als Administratorin der geschlossenen Gruppe tätig. Das umfasst neben dem Sichten der Einträge auch das Aussortieren von Werbung und die Prüfung potenzieller Gruppenmitglieder auf ihre Tauglichkeit.

"Ich schaue mir zum Beispiel auf den Facebookseiten den Musikgeschmack der Leute an", erklärt die 46-Jährige. Finden sich Hinweise auf "Roli" oder auch Helene Fischer oder Matthias Reim, ist sie zufrieden. "Wir wollen in der Gruppe nicht jeden Hinz und Kunz und auch keine Werbung für Brillen oder Immobilien", erklärt sie die Maßnahme. Und wegen des Musikgeschmacks beschimpft oder ausgelacht werden wolle man schon gar nicht. Die Bäckereifachverkäuferin hat die Facebook-Gruppe erst Anfang diesen Jahres übernommen, nachdem sich die frühere Administratorin nur wenig gekümmert hatte.

Selbstverständlich ist die Dresdnerin auch eingefleischter Roland-Kaiser-Fan. Sie besitzt alle Alben des Schlagersängers, zahlreiche Autogrammkarten und Zeitungsberichte. Schuld an ihrer lebenslangen Begeisterung ist ein Onkel, der sich in Endlosschleife den Klassiker "Santa Maria" anhörte und die damals siebenjährige Silke mit dem Kaiser-Virus infizierte - unheilbar. Deshalb wird Silke Rikowsky gleich alle drei Konzerte besuchen und freut sich ganz furchtbar auf diese Höhepunkte des Jahres.

Und warum nun ist Dresden die "Roli"-Hochburg? "Dresden und Roland gehören einfach zusammen. Er liebt diese Stadt und kann sich mit ihr identifizieren. Die Dresdner lieben ihn und können sich mit seinen Liedern identifizieren", so die Erläuterung. Allein dass der Sänger nach seiner schweren Erkrankung wieder auf der Bühne steht, Lebensfreude versprüht und sich für die Unterstützung seiner Fans während der schweren Zeit revanchiert - dafür müsse man den "Roli" einfach bewundern. "Eigentlich hätte er ein Denkmal in Dresden verdient", meint Rikowsky im Scherz - wiewohl der Vorschlag in touristischer Hinsicht vielleicht überlegenswert wäre.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.07.2014

Franziska Schmieder

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