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Die Dresdner Firma „Mahl 2“ kocht im Glücksgas-Stadion

Die Dresdner Firma „Mahl 2“ kocht im Glücksgas-Stadion

Geeiste Mango-Chili-Suppe aus der Flasche, Safrangarnele auf Avocado und Ananas gefolgt von weißem Schokoladen-Zimtmousse mit Bratapfeltatar. Was einem hier so das Wasser mit Munde zusammen laufen lässt, ist nur eine kleine Auswahl aus dem kulinarischen Kosmos von „Mahl 2 Catering“.

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Besondere Kunden der "Mahl 2"-Macher: Die Jungs von Dynamo.

Quelle: Marko Kubitz

„Mahl 2“ - das sind Constantin und Robert Müller. Brüder im Herzen – der gleiche Nachname ist Zufall. Am Montag und Dienstag steht eine besondere Herausforderung für die beiden Köche ins Haus: sie bekochen die Regionaltagung der Deutschen Fußball Liga im Glücksgas-Stadion. 150 Tagungsgäste werden mit Quiche, Pestostangen sowie Fisch- und Fleischgängen bewirtet. Zum Mittagessen wird eine warme Suppe aus der Flasche serviert. „Der Kaffeekonsum auf so einer Tagung ist enorm – wir haben eigens dafür 50 Thermoskannen angeschafft, um die Nachfrage zu erfüllen“, erzählt Constantin Müller.

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"Mahl 2" setzen auf frische, hochwertige und regionale Produkte.

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Im Rahmen ihrer Ausbildung zum Koch im Café und Restaurant Alte Meister in Dresden haben sie sich kennengelernt. „Schon während der Lehre haben wir uns gegenseitig geschworen, dass wir mal eine eigene Firma gründen. Der Name ‚Mahl 2’ stand da längst fest“, erzählt Constantin Müller mit einem Augenzwinkern. Auf die Innenseite ihrer Kochjacken ließen sie heimlich den künftigen Firmennamen einsticken: gezeigt wurde der Schriftzug nur, wenn der Küchen-Chef außer Haus war.

2009 nach dem Abschluss der Lehre und des Zivildienstes war es dann soweit: die beiden Müllers drückten noch einmal die Schulbank beim Existenzgründerseminar.  Kurz darauf flatterte der erste Auftrag in Haus: Catering für eine Veranstaltung im Barockgarten Großsedlitz. „Beim allerersten Auftrag haben wir uns noch gründlich verkalkuliert, wir mussten sechs Kilo Garnelen wegschmeißen und haben 400 Euro Miese gemacht“, erzählt Constantin schmunzelnd. Einmal und nie wieder - inzwischen planen sie jeden Auftrag akribisch durch. Sie bekochen inzwischen große Veranstaltungen, etwa von Vodafone, den Staatlichen Kunstsammlungen oder des chinesischen Generalkonsulat mit bis zu 500 Gästen, gestalten Buffets und kreieren Menüs für Hochzeiten und anderen Feierlichkeiten. „Wir arbeiten kundenorientiert, gehen auf fast alle Wünsche und Vorstellungen ein. Bei uns gibt es keine Speisen von der Stange oder Buffets zum selber zusammenstellen“, erklärt Constantin Müller. Ihr Motto: Gutes Essen muss nicht immer teuer sein, sondern für jedermann.

Eine junge, moderne und innovative Küche –  das haben sich die beiden Jungs zum Ziel gesetzt. Die Kunden sollen verwöhnt, unterhalten und für gehobene Küche begeistert werden. Großen Wert legt der kulinarische Kopf von „Mahl 2“, Robert, auf hochwertige, frische Produkte und die Verwendung von regionalen Erzeugnissen.  Oft wird dann die ganze Nacht durchgearbeitet, manchmal müssen 400 Schaschliks von Jakobsmuschel, Lachs und Chorizowurst von Hand vorbereitet werden. Essen fertig zu kaufen oder gar aufzuwärmen, kommt für die beiden Köche aus Leidenschaft nicht in Frage. Der Fokus liegt auf dem Produkt und auf dem Handwerk. Seit zwei Jahren haben die beiden Müllers nun auch einen festen Mitarbeiter - Markus Reiche ist Serviceleiter, organisiert die Personaleinteilung und kümmert sich um die Getränke.  

Einen ganz besonderen Kunden haben die Herzensbrüder auch schon: oder besser eine ganze Mannschaft. Vor ausgewählten Auswärtsspielen bewirten die beiden Dresdner die Jungs von Dynamo Dresden. „Bevor die Mannschaft Dresden in Richtung Auswärtsspiel verlässt, bekommen sie von uns ein Buffet. Dort gibt es die für Sportler so wichtigen Kohlenhydrate wie Nudeln und Reis“, berichtet Robert Müller. Verfeinert werden die Nudeln mit selbstgemachten Pestos und Soßen.

Auch wenn die Schwarz-Gelben nicht bekocht werden müssen, stehen Constantin und Robert Müller oft im Stadion am Herd. Beim „Lounge cooking“ im Glücksgasstadion stehen Spaß und Entertainment im Mittelpunkt. „Beim Kochkurs erklären wir unseren Gästen mit einem Gläschen Wein in der Hand die Tricks und Kniffe in der Küche und was man über den Einkauf wissen muss“, so Constantin. Orientalisch, mediterran oder Hummerabend – jeder der Kochkurse, die oft Monate im Voraus ausgebucht sind, steht unter einem bestimmten Motto. 79 Euro kostet im Durchschnitt die Teilnahme pro Person für den vierstündigen Kurs inklusive aller Zutaten. Das 4-Gänge-Menü darf im Anschluss natürlich auch verspeist werden. Privat kochen die beiden Müllers übrigens wenig. „Nur beim ersten Date oder für Mutti“, sind sich die beiden lachend einig.

jv

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