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Die BRN soll wachsen: Rot-Grün-Rot will das Gelände des Stadtteilfestes erweitern

Die BRN soll wachsen: Rot-Grün-Rot will das Gelände des Stadtteilfestes erweitern

Grünen-Stadtrat Torsten Schulze ist skeptisch, ob der traditionelle „Lustgarten“ in diesem Jahr zum Stadtteilfest „Bunte Republik Neustadt“ (BRN) stattfinden kann.

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Die BRN platzt vor allem Abends aus allen Nähten.

Quelle: Julia Vollmer

Der Stadtrat hatte auf seiner Sitzung im April mit rot-grün-roter Mehrheit (RGR) beschlossen, den Organisatoren die Fläche des sogenannten „Russensportplatzes“ im Alaunpark zur Verfügung zu stellen. Doch der Erste Bürgermeister Dirk Hilbert (FDP) äußerte Sicherheitsbedenken und legte sein Veto gegen den Beschluss ein ( DNN berichteten). Heute steht das Thema deshalb wieder auf der Tagesordnung des Stadtrats.

In der Begründung des Widerspruchs zitiert Hilbert die furchtbaren Ereignisse bei der „Love Parade“ 2010 in Duisburg, als bei einer Massenpanik 21 Menschen den Tod fanden. „Das befremdet uns“, erklärte Schulze, „dieser Vergleich ist in keinster Weise angemessen.“ Bei der BRN habe es seit Jahren keine negativen Vorfälle mehr gegeben. Das Stadtteilfest sei ein Publikumsmagnet und ein Grund dafür, dass junge Leute in die Stadt kommen würden. „Wir empfinden den Widerspruch von Herrn Hilbert als Affront, nehmen aber seine Bedenken ernst.“

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Bilder vom BRN-Samstag

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Deshalb wird Hilbert in dem Änderungsantrag aufgefordert, eine Nutzung des „Russensportplatzes“ für dieses Jahr und die Folgejahre zu prüfen. „Wir wollen keine Blockadehaltung in der Verwaltung erzeugen, sondern eine Kooperation mit den Veranstaltern erreichen.“ Das Areal am Rande des Alaunparks soll nicht mehr nur einem bestimmten Veranstalter, sondern verschiedenen nichtkommerziellen Initiativen zur Verfügung gestellt werden. Damit umschifft RGR Hilberts Einwand, den „Russensportplatz“ für den „Lustgarten“ zur Verfügung zu stellen, verstoße gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz.

Laut Schulze ist es an der Zeit, über eine Erweiterung des Festgebietes nachzudenken. „Die Bunte Republik Neustadt stößt an ihre Grenzen. Die Zahl der Veranstaltungen und Besucher steigt von Jahr zu Jahr, im bisherigen Festgebiet wird es immer enger.“ Die Stadt solle sich mit den Akteuren aus der Äußeren Neustadt und von der BRN an einen Tisch setzen und Perspektiven entwickeln, die der Größe des Festes und den Sicherheitsanforderungen gerecht werden. Der interfraktionelle Antrag hilft dem „Lustgarten“ dieses Jahr zwar nicht weiter, könnte aber der Einstieg in eine größere und vielfältigere BRN sein, erklärte der Grünen-Stadtrat.

Thomas Baumann-Hartwig

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