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Der Weihnachtsbaum auf dem Striezelmarkt kommt aus einem Garten in Bühlau

Der Weihnachtsbaum auf dem Striezelmarkt kommt aus einem Garten in Bühlau

Horst und Ingeborg Lausch werden den Dresdner Striezelmarkt in diesem Jahr noch öfter besuchen als in der Vergangenheit. Denn der diesjährige Weihnachtsbaum des Traditionsmarktes stand bis gestern Vormittag noch in ihrem Vorgarten in Dresden-Bühlau, bevor er seinen neuen Standort auf dem Altmarkt einnahm.

Von Christin Grödel

Ein Novum für den 577. Striezelmarkt, denn bisher wurden die Bäume stets im Wald gefällt.

Eine schwere Entscheidung sei es dennoch gewesen, wie Horst Lausch verriet. "Aber es war notwendig. Die Wurzeln des Baumes wurden zu groß, haben für Schäden auf dem Gehweg und der Hofeinfahrt des Nachbarn gesorgt", erklärte der Rentner. Außerdem hatte seine Frau zunehmend Angst, dass der 30 Meter hohe Baum bei einem starken Sturm umkippt. Dass die Fichte gefällt werden muss, stand also schon im vergangenen Herbst fest, dass sie auf dem renommiertesten Dresdner Weihnachtsmarkt landet, aber noch lange nicht.

Dafür sorgte der Bühlauer Förster Thomas Stelzig, an den sich Familie Lausch in ihrer Not wandte. "Für mich war der Baum perfekt für den Striezelmarkt. Also habe ich die Lauschs überredet, noch ein Jahr mit dem Fällen zu warten", erzählte Stelzig. Anfang des Jahres begutachtete auch das Marktamt das stattliche Exemplar und die Entscheidung war gefallen. "Hier ist der Abtransport auch viel leichter als bei einem Baum mitten aus dem Wald", freute sich der Förster.

So ganz einfach gestaltete er sich aber dann doch nicht. Mit einem speziellen Schwerlasttransporter rückten die von der Stadt beauftragten Unternehmen Holztransporte Meissner OHG aus Tharandt und Baumpflege Andreas Deppner aus Dresden an, was zu früher Stunde für einiges Aufsehen in der sonst so ruhigen Großschönauer Straße sorgte. Nach dem Verladen ging der Transport, begleitet von einer Polizeieskorte, über die Bautzner Straße direkt ins Stadtzentrum. Am Ziel kam die Fracht aber erst mit zwei Stunden Verspätung an, weil in einer engen Kurve ein Verkehrsschild abgesägt werden musste und mehrere Autos im Weg standen. Insgesamt 5900 Euro kostete die Aktion.

Nun steht sie auf dem Altmarkt, die Striezelmarktfichte, allerdings noch etwas nackt. Aber auch das wird sich in den nächsten Tagen ändern. 16 200 LED-Lichter, verteilt auf sechs Lichterketten à 50 Meter und 130 Ketten mit je 20 Metern Länge, sollen für den nötigen Glanz sorgen. Auf der Spitze wird ein 70 mal 70 Zentimeter großer Stern weithin sichtbar leuchten.

"Als wir wussten, dass unsere Fichte noch einem guten Zweck dient und nicht nur Brennholz wird, hat das die Entscheidung erleichtert", erzählte Horst Lausch. Er und seine Frau hoffen nun, dass sich viele Dresdner und Touristen an dem Baum, der zwischen 80 und 100 Jahre alt ist, erfreuen können.Damit der Vorgarten in der Großschönauer Straße nicht ganz so kahl wirkt - auch die zweite Fichte musste weichen, sie wird den Weihnachtsmarkt am Dresdner WTC schmücken -, hat Ingeborg Lausch vorgesorgt. "Wir haben uns schon eine Korea-Tanne gekauft. Die ist aber nicht gar so groß", verriet die 71-Jährige.

Mehr Fotos unter www.dnn-online.de

Auch für die Bevölkerung bietet der Forstbezirk Dresden wieder frische Weihnachtsbäume aus der Region an.

Am

zweiten und dritten Avdentssonnabend (3. und 10. Dezember) jeweils

von 10 bis 17 Uhr findet die traditionelle

Wildweihnacht im Forsthaus Kreyern (an der Verbindungsstraße zwischen Moritzburg und Coswig) statt.

Neben dem Verkauf von frischem Wildbret und regionalen Wildwurstspezialitäten können Besucher sich hier aus einer Auswahl frisch geschlagener Nadelbäume ihren Weihnachtsbaum auswählen.

Für Spätentschlossene bietet der letzten Sonnabend vor Heiligabend noch eine Gelegenheit, um sich mit einem Baum vom Forstbezirk Dresden einzudecken. Am

17. Dezember können an folgenden Stellen jeweils von

8 bis 12 Uhr wieder Fichten, Blaufichten und Kiefern erworben werden:

Dienststelle

Dresden-Klotzsche , Nesselgrundweg 4

Dienststelle

Dresden-Bühlau , Heidemühlenweg 38

Dienststelle

Ullersdorf , Hauptstraße 20

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.11.2011

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